Projekt "Sandcastle"

Android auf dem iPhone - von Apple verklagte Firma macht es möglich


Android auf dem iPhone - von Apple verklagte Firma macht es möglich

Die Firma Corellium lässt Android nun auf dem iPhone laufen und das trotz der Klage Apples.

Android-Betriebssystem auf dem iPhone

Die Firma Corellium wird von Apple wegen der iOS-Virtualisierung verklagt. Doch das hielt das Unternehmen offensichtlich nicht davon ab, weiter an der Technik zu arbeiten und nun lässt Corellium das Android-Betriebssystem auf dem iPhone laufen. Möglich wird dies durch einen Jailbreak und das Projekt "Sandcastle". Das bedeutet, dass durch diese Technik ermöglicht wird, auf einem iPhone neben iOS noch weitere Betriebssysteme zu installieren. Den dafür benötigten Android-Build hat die Firma Corellium erstellt, die derzeit besonders durch die Klage von Apple an Bekanntheit gewonnen hat.

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Android und iOS auf einem iPhone 7

Das Projekt mit dem Namen "Sandcastle" befindet sich derzeit jedoch noch in der Beta-Phase. Als Grundlage verwendeten die Entwickler das Jailbreak-Tool "checkra1n", jedoch ist die Technik mit einigen Einschränkungen verbunden. Denn Android und iOS lassen sich zwar im Dualboot-Modus auf einem Gerät installieren und starten, bislang jedoch nur auf einem iPhone 7. Hinzu kommt, dass noch einige Grundfunktionen, wie eine Mobilfunk- und Bluetooth-Unterstützung, fehlen. Ebenso bleiben Kamera und Lautsprecher in der Beta-Phase noch ohne Funktion, was an dem Fehlen passender Treibern liegen kann. Außerdem lässt sich nur eine einzige App derzeit nutzen: der Messengerdienst Signal. Weitere Apps können nicht installiert werden, da den Nutzern der Zugriff auf den Play Store bislang verwehrt bleibt.

Apple verklagt Correlium

Apple erachtet Corelliums Cloud-basierte Virtualisierung von iOS als Verletzung des Copyright. Correlium ist Vertreiber von virtuellen iPhones und iPads. Diese sollen eigentlich dazu dienen, damit Entwickler unter anderem eventuelle Schwachstellen in der Betriebssoftware finden. Apple argumentiert damit, dass die Firma dafür keine Lizenz besitzt und reichte im August 2019 offiziell Klage gegen das Unternehmen ein.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: nui7711 / Shutterstock.com

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