Raketen-Düsen

Ferrari-Aktie: Vorbild Tesla? Ferrari meldet Patent für Pulsstrahltriebwerke an


Ferrari-Aktie: Vorbild Tesla? Ferrari meldet Patent für Pulsstrahltriebwerke an

Wird es bald Autos geben, die mit Gasturbinen und Pulsstrahltriebwerken ausgestattet sind? Eine Patentanmeldung von Ferrari aus dem Jahr 2021 lässt das Herz jedes Autoliebhabers höherschlagen.

Musk als möglicher Vordenker von Ferrari-Patent

Ein im Juli 2021 angemeldetes Patent von Ferrari gibt einen detaillierten Einblick in die Pläne des italienischen Autoherstellers, ein Automodell mit Turbinenantrieb zu entwickeln. Überlegungen zur Entwicklung eines Autos mit Raketendüsen-Antrieb wurden bereits 2018 von Tesla-Chef Elon Musk im Zusammenhang mit dem Tesla Roadster auf Twitter geäußert. Die Turbinen sollen nach den Plänen von Musk mit komprimierter Luft betrieben werden und sollen die Fahrfähigkeiten der Autos verbessern, sowie auch eventuell flugfähig machen. Ein im Juli 2021 angemeldetes Patent von Ferrari, das es erst kürzlich in die Nachrichten schaffte, gibt nun Einblicke in die Pläne des italienischen Autoherstellers, ein ähnliches Modell zu entwerfen.

Werbung

Pulsstrahltriebwerk als Alternative zu Tesla-Plänen

Obwohl der im Patent von Ferrari skizzierte Ansatz des turbinenangetriebenen Autos den Plänen von Musk sehr ähnelt, gibt es ein paar grundlegende Unterschiede. In dem Patent wird sehr ausführlich samt Skizzen beschrieben, wie der Düsenantrieb funktionieren soll. Es sind bis zu fünf verschiedene Positionen auf dem Auto für die Düsen vorgesehen (vorne, hinten, seitlich, auf dem Dach und unten). Durch die Düsen sollen die allgemeinen Fahrfähigkeiten des Fahrzeuges verbessert werden.

In dem Patent werden zwei Arten des Turbinenantriebs vorgestellt, die sich grundlegend von den Plänen Musks unterscheiden. Als erstes sieht Ferrari einen mit den beiden Achsen des Autos verbundenen Kompressor vor, der kinetische Bremsenergie absorbieren und dafür nutzen soll, Luft zu komprimieren, welche dann wiederum in den Turbinen eingesetzt wird. Die zweite Alternative sieht nicht den Einsatz von komprimierter Luft zur Betreibung der Düsen vor, sondern den Antrieb mit sogenannten Pulsstrahltriebwerken. Ein Pulsstrahltriebwerk ist eine vereinfachte Form eines Turbinen-Strahltriebwerks, das herkömmlich im Flugverkehr eingesetzt wird. Bei dem Mechanismus wird Treibstoff verbrannt, um Hochdruckgas zu erzeugen. Laut den Plänen von Ferrari soll der gleiche Treibstoff für die Turbinen benutzt werden, der auch für den Verbrennungsmotor der Fahrzeuge verwendet wird.

Ferrari setzt langfristig auch auf Elektroantrieb

Durch den Antrieb der Turbinen durch Treibstoff wird deutlich, dass Ferrari auch im Bereich der konventionellen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor innovative Ideen verfolgt. Die Trendwende hin zur Elektromobilität macht aber auch nicht vor Ferrari halt. Der jüngst auf dem Ferrari Capital Markets Day 2022 veröffentlichte Strategic Plan zeigt, wo der traditionsreiche italienische Autohersteller langfristig die Zukunft sieht. Der erste vollelektrische Ferrari soll 2025 vorgestellt werden. Bis zum Ende des Jahrzehnts plant Ferrari eine breite Aufstellung seiner Fahrzeuge in allen Antriebskategorien. Im Jahr 2030 sollen 20 Prozent der angebotenen Fahrzeuge nach wie vor mit Verbrennungsmotor betrieben werden, 40 Prozent mit hybridem Antrieb und 40 Prozent vollständig elektrisch.

C. Kusche / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Kosarev Alexander / Shutterstock.com

Werbung

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.