Warum der Brexit Aldi und Lidl in die Karten spielt
Die Unsicherheit britischer Verbraucher vor dem geplanten Austritt des Landes aus der EU spielt deutschen Discountern nach Einschätzung des Handelsverbands (HDE) in die Karten.
"Es sind gute Zeiten für Discounter", sagte HDE-Geschäftsführer Kai Falk der Deutschen Presse-Agentur. "Die Resonanz der britischen Kunden ist sehr positiv. Solche Ereignisse wie die Dauerdiskussion um den Brexit haben Einfluss."
Die deutschen Platzhirsche Aldi und Lidl haben ihren Marktanteil in Großbritannien mittlerweile auf insgesamt gut 14 Prozent ausgebaut, wie eine Analyse des Marktforschungsunternehmens Kantar ergab. Das entspreche einem Plus von fast einer Milliarde Pfund (1,16 Mrd Euro). "Wir halten es für vorstellbar, dass wegen des Brexits die Verbraucher auch in Großbritannien noch mehr auf die Preise schauen", sagte Falk.
Aldi UK - hinter den Marktführern Tesco, J Sainsbury's, Asda und Morrison bereits die Nummer 5 - hat Kantar zufolge zwischen Juli und Oktober 689 000 neue Kunden angelockt und damit mehr als alle andere Handelsketten. Lidl UK kündigte Mitte Oktober eine Investitionsoffensive über 15 Milliarden Pfund in den kommenden fünf Jahren an.
LONDON/BERLIN (dpa-AFX)
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