Euro am Sonntag-Meldung

Allianz legt Berufung ein


Allianz legt Berufung ein

Die Allianz und weitere internationale Anleger prozessieren weiter rund um das norwegische Pipeline-Netz Gassled.

von Martin Reim, Euro am Sonntag

Wie eine Sprecherin des Versicherers erklärte, ist das Konsortium gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Oslo in Berufung gegangen. Die Gruppe aus Allianz, der Schweizer Großbank UBS, dem Staatsfonds von Abu Dhabi und einer kanadischen Pensionskasse hatte den norwegischen Staat verklagt, weil er die Durchleitungsgebühren für Gassled gesenkt hatte. Die Unternehmen hatten sich zum Großteil im Jahr 2011 an dem 8000 Kilometer langen Netz beteiligt. Damals hatte der Staatskonzern Statoil 24 Prozent von Gassled veräußert. Das Bezirksgericht hatte im September die Kürzungen gebilligt.

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Die Vorgänge sind insofern bedeutsam, als Versicherer immer stärker in Infrastruktur investieren wollen, um dies als zusätzliche Renditequelle zu nutzen. Doch stellt sich bei solchen Vorhaben die Frage, inwieweit nötige Rechtssicherheit besteht. Immerhin hat ein Land wie Norwegen, das als rechtsstaatlich gilt, aus Sicht der Investoren unkalkulierbare Entscheidungen getroffen - zumindest vorerst mit gerichtlichem Segen.

Bildquellen: Ragnar Singsaas/Getty Images, 360b / Shutterstock.com

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