Umfrage von €uro am Sonntag

Totalverlust bei Indexpolicen möglich?


Totalverlust bei Indexpolicen möglich?

Lebensversicherer haben Vorwürfe zurückgewiesen, bei neuartigen Indexpolicen könne das eingezahlte Kapital verloren gehen.

von Martin Reim, Euro am Sonntag

Wie eine Umfrage von €uro am Sonntag unter den Anbietern ergab, ist maximal die Überschussbeteiligung eines Jahres gefährdet, falls eine Bankpleite analog zu jener von Lehman Brothers im Jahr 2008 passieren würde. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hatte in einer Mitteilung vor "Totalverlustrisiken" bei Indexpolicen gewarnt. Da in der Altersvorsorge solche Gefahren nichts zu suchen hätten, stelle die Empfehlung solcher Verträge eine "Falschberatung" dar. In solche indexgebundenen Rentenversicherungen setzt die Assekuranz große Hoffnung, weil sie klassische Policen mit Garantiezins teilweise ersetzen sollen.

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Bei Indexpolicen hat der Kunde jedes Jahr die Wahl, ob er sich eine klassische Überschussbeteiligung sichert, oder ob das Geld an der Entwicklung von Indizes partizipiert. Für diese Partizipation kauft der Versicherer von einer Gegenpartei, meist einer Bank, eine Option auf den Index. Der Streit entzündet sich an der Frage, was bei einer Pleite dieser Gegenpartei passiert.

An der Umfrage nahmen zwölf Anbieter von Indexpolicen teil, die fast den kompletten Markt abdecken. Demnach gehen die Versicherer im Detail unterschiedlich vor. Die Mehrheit stellt bei einer Bankpleite die Kunden so, als ob nichts geschehen wäre - zahlen also eventuell ausgefallene Gewinne aus eigener Tasche.

Zu dieser Lösung greifen Allianz, Barmenia, HDI, Nürnberger, Stuttgarter, SV Sparkassenversicherung und Volkswohl-Bund. Bei der LV 1871 ist eine Verzinsung von 1,25 Prozent garantiert. Bei Condor, R + V und Zurich wäre maximal der Gewinn eines Jahres verloren.

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