Verdi will für paritätische Finanzierung der Krankenkassen kämpfen


BERLIN (dpa-AFX) - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will für eine Rückkehr zur gleichmäßigen Finanzierung der Krankenkassen durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer kämpfen. "Die Beitragssteigerungen bei den großen Krankenkassen zeigen, wie falsch die Entscheidung war, den Arbeitgeberbeitrag einzufrieren", sagte Verdi-Chef Frank Bsirske der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Die Schere zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil öffnet sich immer weiter."

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Die Kassen hatten zum Jahreswechsel Beitragserhöhungen auf breiter Front angekündigt. Die Erhöhungen müssen die Versicherten allein über den Zusatzbeitrag schultern. Der Anteil des Beitragssatzes, den Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte bezahlen, ist gesetzlich festgeschrieben und liegt bei 14,6 Prozent.

Bsirske sagte: "Wir müssen umgehend zur paritätischen Finanzierung zurückkehren. Wenn die Koalition nicht bald umsteuert, werden wir das zu einem zentralen Thema im nächsten Bundestagswahlkampf machen." Unter Berufung auf Schätzungen warnte Bsirske vor einem Beitragssatz von 16,4 Prozent allein für die Arbeitnehmer bis 2020.

Völlig absurd und unsozial sei es, dass Krankenkassen verpflichtet seien, in die Gesundheitsvorsorge in Betrieben zu investieren, aber die Versicherten das alleine bezahlen sollen. "Denn diese Investitionen nutzen Arbeitnehmern und Arbeitgebern gleichermaßen."/bw/DP/zb

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