Zinstief

Lebensversicherer: Renditen auf Talfahrt


Lebensversicherte erhalten so wenig Rendite wie nie zuvor. Das zeigt eine Studie der Rating-Agentur Assekurata über die laufende Verzinsung.

von Martin Reim, Euro am Sonntag

Die Verzinsung ist das, was für 2014 den Kunden fest zugesagt ist. Der Wert sank für neu abgeschlossene Kapitallebens- und private Rentenversicherungen im Durchschnitt von 3,60 auf 3,40 Prozent. Die Zahlen beziehen sich auf den sogenannten Sparanteil der Verträge, also Prämien minus Kosten.

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Das Minus erklärt sich einerseits aus den niedrigen Zinsen für Anleihen, in welche der Großteil des Kundengeldes investiert ist. Andererseits wird ein wachsender Anteil der Kapitalerträge gebraucht, um Altverträge zu bedienen. Sie haben teilweise extrem hohe Garantiezinsen.

Kein einziger der untersuchten 65 Lebensversicherer hat für 2014 die laufende Verzinsung erhöht, 13 halten sie konstant (allen voran Marktführer Allianz, der bei 3,6 Prozent blieb), der Rest hat gesenkt. Am meisten zu holen ist beim Anbieter Mylife mit 4,05 Prozent, gefolgt von Heidelberger, Targo und Ideal mit je 4,00 Prozent. Ganz hinten rangieren mit je 3,00 Prozent sechs Anbieter, darunter Swiss Life, HDI und Bayern-Versicherung.

Für 2015 erwartet Assekurata-Geschäftsführer Reiner Will eine anhaltende Talfahrt der laufenden Verzinsung - zum einen wegen weiter fallender Durchschnittsrenditen im Anleiheportfolio, zum anderen wegen zunehmender Abführungen für Altverträge.

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