Euro am Sonntag-Meldung

Kritik an Verkauf von Lebenspolicen


Kritik an Verkauf von Lebenspolicen

Die Finanzaufsicht Bafin will die Käufer großer Portfolios von Lebensversicherungen genau unter die Lupe nehmen.

von Redaktion €uro am Sonntag

"Je größer die betreffenden Bestände sind, desto größer sind auch die Anforderungen an einen Übernehmer", sagte der Chef der Versicherungsaufsicht bei der Bafin, Frank Grund. Man wolle die Belange der Versicherten wahren, nicht nur in finanzieller Hinsicht. Bisher hatten nur kleine Lebensversicherer eine Handvoll Policen-Bestände ohne Neugeschäft an Spezialisten wie Viridium oder die Frankfurter Leben verkauft, hinter denen zumeist Finanzinvestoren stehen.

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Zuletzt kündigten aber auch Branchenriesen wie Ergo und Generali an, für vier bis sechs Millionen Policen-Altbestände Käufer zu suchen. Auch die AXA schließt das nicht aus. Große Konzerne wie die Ergo-Mutter Munich Re oder die italienische Generali könnten den Versicherten nach Ansicht der Aufseher jedoch in einer Notlage eher mit zusätzlichem Kapital zur Seite stehen als Finanzinvestoren.

Die Versicherer reagieren mit den Verkaufsüberlegungen auf die niedrigen Zinsen und die steigenden Kapitalanforderungen, die den Verkauf klassischer Lebensversicherungen mit langen Garantien immer weniger attraktiv machen.

Anmerkung der Redaktion: siehe auch aktuelle €uro am Sonntag, Nummer 41/2017, Rubrik: Mailbox auf Seite 74.

Bildquellen: Debeka, Kai Hartmann Photography - BaFin

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