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Thomas Cook-Pleite: Bund will Urlauber entschädigen


Thomas Cook-Pleite: Bund will Urlauber entschädigen

Versicherer und Regierung streiten über die Kosten der Thomas-Cook-Pleite.

von Redaktion Euro am Sonntag

Hunderttausende Kunden des insolventen deutschen Reisekonzerns Thomas Cook können hoffen: Die Bundesregierung will betroffenen Pauschalurlaubern mit Steuergeld ­finanziell unter die Arme greifen. "Die Differenz zwischen dem, was von der Kundenversicherung erstattet wird, und dem, was offen bleibt, übernimmt der Staat", sagte Justizministerin Christine Lambrecht (SPD). Wie die Verbraucher an ihr Geld kommen sollen, ist noch offen.

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Nach vorläufigen Berechnungen des Versicherers Zurich werden weniger als ein Fünftel der Schäden von ihm abgedeckt. Der Bund müsste demnach rund 230 Millionen Euro übernehmen. Das Justizministerium sieht die Zurich allerdings für einen höheren Anteil in der Pflicht.

Die Grünen-Politiker Markus Tressel und Tabea Rößner erklärten, die Übernahme der Entschädigung durch den Bund sei "keine vorweihnachtliche Großzügigkeit, sondern ein Schuldeingeständnis". Opposition und Verbraucherschützer hatten schon Jahre vor der Thomas-Cook-Pleite kritisiert, dass die gesetzlich vorgeschriebene Versicherungs­summe zu niedrig sei.


Bildquellen: Thomas Cook, Thomas Cook

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