Im Urlaub nicht baden gehen

Die besten Reisekrankenversicherungen


Reiseversicherungen können Sie vor finanziellen Einbußen schützen. €uro gibt einen Überblick und zeigt die besten Krankenpolicen.

von Martin Reim, €uro Magazin

Ein Fehltritt im Urlaub vertreibt nicht nur die gute Ferienlaune. Sondern ganz schnell kann so ein Missgeschick auch richtig teuer werden. Etwa dann, wenn Kletterer von der Wand rutschen, Wanderer mit dem Fuß umknicken oder Strand­urlauber Bekanntschaft mit Feuerquallen machen. Wenn der erste Schock verdaut ist, stellt sich die bange Frage: "Was zahlt meine Versicherung?"

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Aber die Antwort darauf steht meist nur im Kleingedruckten: zum Beispiel, wann die Leistungspflicht des Versicherers beginnt und wo die Grenzen sind. Diese sind gerade bei Reisepolicen eng, denn eine Rundum-sorglos-Police gibt es für die schönsten Wochen des Jahres nicht. Stattdessen werden nur Teilbereiche versichert - die wichtigsten dieser Reisepolicen im Überblick:

Auslandsreisekrankenversicherung. Sowohl für Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) als auch für Kunden der privaten Krankenversicherung (PKV) gehört eine solche Police ins Reisegepäck: GKV-Mitglieder verfügen nur auf den ersten Blick bei Reisen ins Ausland über Krankenschutz. Bei näherem Hinsehen zeigen sich schnell Lücken: Zum einen gilt der Schutzbereich nur für Staaten, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht. Urlaubsländer wie die USA, Kanada, Südafrika oder Australien sind damit außen vor.

Zum anderen gibt es selbst innerhalb Europas keine Garantie dafür, dass der Arzt im Urlaubsland auf Berechtigungsschein kostenlos behandelt. Bei schweren Krankheiten versagt der Schutz völlig, ein medizinisch notwendiger Krankenrücktransport muss fast immer aus eigener Tasche bezahlt werden. Und das kann extrem teuer werden. Laut ADAC kommt ein Sonderflug je nach Maschinentyp beispielsweise von Ägypten oder den Kanarischen Inseln nach Deutschland auf bis zu 45 000 Euro. Ein Intensivtransport von Mexiko kann bis zu 70 000 Euro und von Asien oder Australien bis zu 130 000 Euro kosten.

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Privatversicherte haben zwar in den meisten Fällen weltweiten Krankenschutz. Doch müssen für den Rücktransport meist Zusatzverträge abgeschlossen werden. Außerdem kann eine solche Police den Selbstbehalt im PKV-Vertrag retten helfen.

Das Beste am Auslandsreisekrankenschutz: Er kostet nicht viel. Singles und Senioren bekommen eine gute Police schon für sechs Euro Jahresbeitrag, Familien sind ab 17 Euro dabei. Neben dem Reisekrankenschutz gibt es weitere Policen, die mehr oder weniger sinnvoll sind.

Reiserücktrittsversicherung. Ist die Gesundheit erst einmal versichert, geht es im Grunde nur noch darum, geldwerte Risiken abzusichern. Diese sind besonders hoch, wenn die Reise - beispielsweise wegen Krankheit - gar nicht erst angetreten werden kann. Schutz versprechen die verschiedenen Varianten einer Reiserücktrittsversicherung, die allerdings im Vergleich zur Krankenversicherung teuer ist: Rund 3,5 Prozent des Reisepreises kosten solche Policen.

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Reisegepäckversicherung. Weniger nützlich als Kranken- und Rücktrittsversicherung ist die Gepäckversicherung. Trotzdem versuchen jedes Jahr fast zehn Millionen deutsche Urlauber, das Risiko des Gepäckverlusts durch einen Vertrag abzusichern. Was aber viele nicht wissen: Ausgerechnet die wertvollsten Reiseutensilien wie Bargeld oder Flugtickets sind dabei vom Schutz ausgeschlossen. Für Kamera- und Filmausrüstungen sowie Schmuck sieht es kaum besser aus: Hierfür erhält der Versicherte maximal 50 Prozent der Versicherungssumme, die wiederum meist begrenzt auf den Wert ist, den der Gegenstand zum Zeitpunkt des Verlusts hatte. Wer trotzdem einen Vertrag haben will, muss tief in die Tasche greifen: Ein Jahresvertrag für Reisegepäck im Wert von 1000 Euro kostet rund 20 Euro.

Im Überblick: (PDF)