Machenschaften im Osten

Kalimarkt: Neue Hoffnung für K + S


Die Zusammenarbeit zwischen Uralkali und Belaruskali ist wieder möglich. Vergangene Woche gab es für K+S endlich gute Nachrichten.

von Peter Gewalt, Euro am Sonntag

Kein anderer Aktienkurs eines DAX-Konzerns wird derzeit von Machenschaften osteuropäischer Unternehmen so beeinflusst wie der des deutschen Düngemittelherstellers K + S. Als Ende Juli das russische Unternehmen Uralkali ein Lieferbündnis mit dem weißrussischen Konzern Belaruskali aufkündigte, sorgte dies für massive Verwerfungen am Kalimarkt, den wenige Großkonzerne kontrollieren. Der Preis für den Rohstoff brach um rund 30 Prozent, die K + S-Aktie (ISIN: DE 000 KSA G88 8) um über 40 Prozent ein.

Doch vergangene Woche gab es für K + S endlich gute Nachrichten. So verkauft der russische Milliardär Suleiman Kerimow, der für das Kartell-Aus mitverantwortlich gemacht wurde, seinen knapp 22-prozentigen Uralkali-Anteil für umgerechnet rund 3,2 Milliarden Euro. Im Gegenzug wurde Uralkali-Chef Wladislaw Baumgertner, der wegen der Aufkündigung des Kartells sogar verhaftet wurde, aus weißrussischer Haft entlassen. Mit dem erwarteten Abgang Kerimows und der Freilassung Baumgertners ist der Weg nun frei für eine erneute Zusammenarbeit von Uralkali und Belaruskali. Ein weiterer Preisrutsch des Düngemittels wäre dann zur Freude der K + S-Aktionäre wohl erst einmal vom Tisch.