Ölpreise starten mit Aufschlägen in die Woche - die Gründe
Die Ölpreise haben am Montag zugelegt.
Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete zuletzt 84,91 US-Dollar. Das waren 41 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 63 Cent auf 80,46 Dollar.
Die insgesamt freundliche Stimmung an den Finanzmärkten stützte die Ölpreise. Die Entscheidung der chinesischen Regierung, die Stempelsteuer für den Aktienhandel zu senken, sorgte für etwas Zuversicht.
In den vergangenen Wochen waren die Erdölpreise dagegen in der Tendenz gefallen. Ausschlaggebend war vor allem die schwache Wirtschaftsentwicklung in dem großen Verbrauchsland China. Zwar stemmt sich die politische Führung seit einiger Zeit mit zahlreichen Hilfen gegen die Konjunkturschwäche, bislang aber ohne durchschlagenden Erfolg. Zudem trüben sich die konjunkturellen Perspektiven in der Eurozone und speziell in Deutschland zunehmend ein.
Auf der Angebotsseite haben große Produzenten wie Saudi-Arabien und Russland ihre Förderung spürbar zurückgefahren. Sie stellen sich damit gegen den Trend fallender Rohölpreise. Allerdings gibt es am Markt Spekulationen, dass die USA Ölsanktionen gegen Venezuela und Iran lockern könnten, was das Angebot wohl vergrößern würde.
/jsl/he NEW YORK/LONDON (dpa-AFX)
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