Goldpreis: Atempause nach Erleichterungsrally
Nachlassende Zinssorgen haben den Goldpreis am gestrigen Dienstag deutlich über die Marke von 1.700 Dollar ansteigen lassen. Nun warten die Marktakteure erst einmal ab.
von Jörg Bernhard
Am Nachmittag steht nämlich der ADP-Monatsbericht (September) über die Zahl neu geschaffener Stellen zur Bekanntgabe an. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll sich diese gegenüber dem Vormonat von 132.000 auf 200.000 erhöht haben. Unter charttechnischen Aspekten hat sich mit der jüngsten Goldpreisrally das Marktsentiment deutlich aufgehellt. Auf der Charttechnik-Website Tradingview legen zum Beispiel von den insgesamt 26 erfassten Parametern gegenwärtig acht das "Kaufen", neun das "Halten" und acht das "Verkaufen" von Gold nahe, nachdem in den Wochen zuvor der Pessimismus deutlich stärker ausgeprägt war. Ebenfalls erwähnenswert: Zum zweiten Mal in Folge hat sich die gehaltene Goldmenge des weltgrößten Gold-ETFs SPDR Gol Shares erhöht. Am gestrigen Dienstag war ein Zuwachs von 942,89 auf 944,63 Tonnen registriert worden.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 2,70 auf 1.727,80 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Hochspannung vor OPEC+-Konferenz
Heute beraten die OPEC+-Staaten über ihre weitere Förderpolitik. Dabei stehen Kürzungen von bis zu zwei Millionen Barrel pro Tag zur Diskussion. Allerdings sollte man nicht außer Acht lassen, dass die Organisation im August ihre Förderziele um 3,58 Millionen Barrel verfehlt hat, so dass eine massive Förderkürzung vor allem aus psychologischer Sicht eher schlecht wäre. Der am Dienstagabend veröffentlichte Bericht des American Petroleum Institute wies übrigens ein Lagerminus in Höhe von 1,77 Millionen Barrel aus. Nun warten die Marktakteure auf den Wochenbericht der US-Energiebehörde EIA (16.30 Uhr).
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,16 auf 86,36 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,09 auf 91,71 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.net
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