Goldpreis auf 7-Wochen-Hoch: Lohnt jetzt der Einstieg?
Mit dem Goldpreis geht es im frühen Donnerstagshandel den vierten Handelstag in Folge bergauf - auf den höchsten Stand seit sieben Wochen.
von Jörg Bernhard
Der schwächere Dollar und sinkende Renditen von US-Staatsanleihen waren hierfür hauptverantwortlich. Außerdem nahmen die Hoffnungen auf eine Wiederöffnung der Straße von Hormus zu. Dies würde den Abwärtsdruck auf den Ölpreis aufrechterhalten und die Notwendigkeit von Zinssenkungen verringern, was dem Goldpreis weiteren Rückenwind verschaffen sollte. Die Markterwartungen für eine Zinserhöhung der US-Notenbank im September sind laut FedWatch-Tool des US-Terminbörsenbetreibers CME Group mittlerweile auf 55 Prozent gesunken. Zwei Tage zuvor hatte die Wahrscheinlichkeit noch bei 67 Prozent gelegen. Nun warten die Anleger auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht für Juli, der am morgigen Freitag veröffentlicht werden soll. Der ADP-Arbeitsmarktbericht hatte zuvor gezeigt, dass sich das Beschäftigungswachstum im privaten US-Sektor im Juli von 95.000 auf 44.000 deutlich abgeschwächt hat.
Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit etwas höheren Notierungen. Bis gegen 7.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 16,60 auf 4.321,80 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Straße von Hormus weiter im Fokus
Der Ölpreis profitiert derzeit von gemeldeten Fortschritten bei den Gesprächen zwischen dem Iran und dem Oman. Anleger hoffen auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und Iran sowie auf eine Wiederöffnung der Straße von Hormus. Angesichts der Erfahrungen in der Vergangenheit hält sich der Optimismus allerdings in Grenzen. So erklärten zum Beispiel die mit dem Iran verbündeten Huthi im Jemen am gestrigen Mittwoch, sie hätten einen Raketenangriff auf einen saudischen Öltanker vor der Küste der am Roten Meer gelegenen Hafenstadt Yanbu sowie einen weiteren Raketenangriff auf einen saudischen Öltanker im Golf von Aden verübt. Eine Bestätigung Saudi-Arabiens für die beiden Vorfälle lag zunächst nicht vor. Ein hohes Maß an Unsicherheit und Volatilität dürfte daher an den Ölmärkten weiterhin vorherrschen.
Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,38 auf 74,84 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,33 auf 79,12 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.net
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