Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Erster Monatsgewinn seit Februar wahrscheinlich


Goldpreis: Erster Monatsgewinn seit Februar wahrscheinlich

Der Goldpreis gab im frühen Freitagshandel leicht nach, steuert jedoch auf den ersten Monatsgewinn seit Februar zu. Aktuell beläuft sich das Plus auf 1,8 Prozent.

von Jörg Bernhard

Zuletzt setzten im Bereich von 4.000 Dollar "Schnäppchenkäufe" ein. Dieses Niveau habe sich als wichtige Unterstützung erwiesen und wiederholt Käufer angelockt, sobald die Notierungen in diesen Bereich zurückfielen. Am gestrigen Donnerstag profitierte die Krisenwährung vor allem von der markanten Dollarschwäche. Während die in den USA gemeldeten Inflationsdaten für den Monat Juni den Erwartungen der Analysten entsprachen, fiel die deutsche Inflationsrate mit 2,8 Prozent p.a. einen Tick höher als erwartet aus. Am Abend dürften sich die Marktakteure nun für den Commitments-of-Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC (21.30 Uhr) stark interessieren. Dieser informiert einmal pro Woche über die Stimmung der verschiedenen Marktakteure bei Gold-Futures. Zur Erinnerung: Vor einer Woche hat der Optimismus großer Terminspekulanten (Non-Commercials) leicht nachgelassen.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 21,20 auf 4.139,40 Dollar pro Feinunze.

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Rohöl: Wechselbad der Stimmungen

Der Ölpreis gab im frühen Freitagshandel nach, steuert jedoch weiterhin auf einen kräftigen Monatsgewinn zu. Hintergrund ist, dass wieder mehr Rohöl durch wichtige maritime Engpässe transportiert wird, obwohl die Gespräche zwischen den USA und dem Iran bislang keine entscheidenden Fortschritte gebracht haben. Grundsätzlich sorgt die geopolitische Lage im Nahen Osten aber weiterhin für Unsicherheit. Ein Drohnenangriff auf zwei Gasschiffe im ägyptischen Mittelmeerhafen Damietta hat die Sorge um den Schiffsverkehr durch den Suezkanal verstärkt. Dieser zählt angesichts des sich ausweitenden Konflikts zwischen den USA und dem Iran zu den wichtigsten verbliebenen Exportwegen für saudisches Öl. Saudi-Arabien bemüht sich unterdessen um den Aufbau einer internationalen Sicherheitskoalition zum Schutz wichtiger Schifffahrtsrouten. Im Fokus stehen die Bab-al-Mandab-Straße, das Rote Meer und der Golf von Aden, die ebenfalls zu den wichtigsten Engpässen für den globalen Energiehandel zählen. Nach Angaben des saudischen Verteidigungsministeriums unterstützen 14 Staaten die geplante multinationale Seestreitkraft.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,68 auf 81,91 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,51 auf 85,37 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.net

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