Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Geopolitische Spannungen und US-Arbeitsmarktbericht sorgen für Spannung


Goldpreis: Geopolitische Spannungen und US-Arbeitsmarktbericht sorgen für Spannung

Der Goldpreis legt im frühen Freitagshandel erneut zu und steuert auf den stärksten Wochengewinn seit Januar zu.

von Jörg Bernhard

Unterstützung erhielt das Edelmetall von den gesunkenen Ölpreisen. Für ein hohes Maß an Spannung sorgt nun die für den Nachmittag anberaumte Veröffentlichung wichtiger Daten vom US-Arbeitsmarkt. Um 14.30 Uhr steht der Monatsbericht des US-Arbeitsministeriums für Juli an. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll die Arbeitslosenrate bei 4,2 Prozent verharren und die Zahl neu geschaffener Stellen von 57.000 auf 80.000 gestiegen sein. An der anhaltenden Aufwärtstendenz des Goldpreises konnte auch Alberto Musalem, Präsident der Federal Reserve Bank of St. Louis, nichts ändern. Er sprach sich für eine Anhebung der Zinsen aus. Frühzeitige, schrittweise Zinserhöhungen seien seiner Ansicht nach vorzuziehen, da sie weniger disruptive Auswirkungen hätten und geringere Kosten verursachten als möglicherweise später notwendige, deutlich stärkere Zinsschritte. Laut dem CME FedWatch Tool wird derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von 55 Prozent damit gerechnet, dass Mitte September eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte erfolgen wird. Eine Woche zuvor hatte diese Wahrscheinlichkeit noch bei 63 Prozent gelegen.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 24,80 auf 4.324,40 Dollar pro Feinunze.

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Rohöl: Iran und Oman wollen "Wegezölle"

Die Ölpreise haben ihre Gewinne im frühen Freitagshandel ausgeweitet. Hintergrund waren neue Sorgen um die Wiederöffnung der Straße von Hormus. Der Iran hat gemeinsam mit dem Oman vorgeschlagen, als feindlich eingestuften Schiffen die Durchfahrt durch die Meerenge zu verbieten und bei Verstößen gegen die geplanten Regeln hohe Geldstrafen zu verhängen. Eine Rückkehr zum normalen Schiffsverkehr ohne Einschränkungen scheint weiterhin unwahrscheinlich zu sein. Nach Angaben eines hochrangigen iranischen Regierungsvertreters möchte der Iran von Schiffen, die die Meerenge nutzen, Gebühren in Höhe von fünf bis sieben Prozent des Wertes ihrer Ladung verlangen. Oman diskutiert demnach über Gebühren von rund drei Prozent, während Washington überhaupt keine Gebühren akzeptieren will.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,02 auf 78,31 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,30 auf 83,79 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

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