Goldpreis: Ruhe vor dem Sturm?
Der Goldpreis bewegt sich im Vorfeld der Notenbanksitzungen von Fed und EZB in einer engen Tradingrange.
von Jörg Bernhard
Außerdem dürften die festgefahrenen Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran für die abwartende Haltung der Marktakteure mitverantwortlich sein. US-Präsident Donald Trump ist mit dem jüngsten iranischen Vorschlag zur Beilegung des zweimonatigen Krieges unzufrieden, wie ein US-Vertreter erklärte. Dies dämpfte die Hoffnungen auf eine Lösung des Konflikts. Geopolitische Schlagzeilen dürften daher weiterhin einen starken Einfluss auf den Goldpreis ausüben. Am morgigen Mittwoch dürften sich die Investoren weniger für die Zinsentscheidung der Fed interessieren, sondern vielmehr für die nachfolgende Pressekonferenz bzw. deren Tenor. In den kommenden Tagen stehen weitere Zentralbankentscheidungen auf der Agenda, darunter die der Bank of Canada (Mittwoch) und der Europäischen Zentralbank sowie der Bank of England (beide Donnerstag).
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis 7.35 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 36,90 auf 4.656,80 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Anhaltende geopolitische Risiken
Weil die Bemühungen zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und dem Iran ins Stocken geraten sind, tendiert der Ölpreis im frühen Dienstagshandel weiter nach oben. Die wichtige Wasserstraße der Straße von Hormus bleibt weiterhin größtenteils geschlossen. Schiffsverfolgungsdaten zeigen nach wie vor erhebliche Störungen in der Region: Sechs iranische Öltanker mussten aufgrund der US-Blockade umkehren. Der Markt wartet nun auf die anstehenden Wochenberichte von API (22.30 Uhr) und EIA (Mittwochnachmittag) bezüglich der Entwicklung der in den USA gelagerten Ölmengen. Vor einer Woche meldete das privatwirtschaftliche API einen Rückgang um 4,4 Mio. Barrel und die US-Energiebehörde EIA einen Zuwachs um 1,9 Mio. Barrel.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.35 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,95 auf 98,32 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,94 auf 103,63 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
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