Goldpreis: Warten auf US-Arbeitsmarktdaten
Die militärische Eskalation zwischen den USA und dem Iran und die daraus abgeleiteten Zinssorgen haben den Goldpreis im frühen Mittwochshandel leicht abrutschen lassen.
von Jörg Bernhard
Das US-Militär erklärte, iranische Raketenangriffe auf Bahrain, Kuwait und weitere regionale Ziele seien entweder abgewehrt worden oder gescheitert. Gleichzeitig zeigten die diplomatischen Bemühungen zwischen Washington und Teheran kaum Fortschritte. US-Außenminister Marco Rubio sagte am Dienstag, das Verhandlungsteam von Präsident Donald Trump habe dem Iran keine Lockerung der Sanktionen im Gegenzug für eine Wiederöffnung der Straße von Hormus angeboten. Er betonte zudem, dass mögliche Sanktionserleichterungen an die Aufgabe des iranischen Atomprogramms geknüpft seien. Für tendenziell negative Stimmung sorgte am gestrigen Dienstag aber auch Beth Hammack, die Präsidentin der regionalen US-Notenbank von Cleveland. Sie erklärte, dass die US-Notenbank die Zinsen möglicherweise schon bald anheben müsse, falls der bereits hohe Inflationsdruck weiter zunehmen sollte. Die Anleger warten nun auf den anstehenden ADP-Monatsbericht (14.15 Uhr) über die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft (Nonfarm Payrolls) sowie auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht, der am Freitag veröffentlicht wird. Beide Veröffentlichungen gelten als wichtige Indikatoren für den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 32,00 auf 4.487,90 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Preistreiber "Iran-Krieg" kehrt zurück
Die erneut aufflammenden Spannungen im Nahen Osten haben den Ölpreis im frühen Mittwochshandel in höhere Regionen getrieben. Der Leiter der Abteilung für Ölindustrie und Ölmärkte der International Energy Agency hatte am Dienstag zudem erklärt, dass die weltweiten Ölvorräte vor Beginn der nachfragestarken Sommermonate auf kritische Niveaus sinken könnten, falls die aktuellen Lagerabbauten anhalten. Weil der am Dienstagabend veröffentlichte Bericht des American Petroleum Institute ein Lagerminus in Höhe von 6,75 Millionen Barrel ausgewiesen hat und damit stärker als erwartet ausgefallen war, wurde der Aufwärtsdrang des Ölpreises zusätzlich verstärkt. Nun warten die Akteure an den Ölmärkten auf den Wochenbericht der Energy Information Administration (16.30 Uhr). Analysten rechnen mit einem Rückgang der gelagerten Ölmengen um 2,9 Millionen Barrel.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,81 auf 95,97 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,76 auf 97,76 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
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