Goldpreis-Ausblick: John Paulson sieht Bullenmarkt am Anfang - Tipp für Anleger
Ein Starinvestor mit legendärem Riecher für große Markttrends äußert sich zu Gold und sieht das gelbe Edelmetall am Anfang eines langfristigen Bullenmarkts.
- Hedgefonds-Manager John Paulson sieht Gold weiter am Anfang eines Bullenmarkts
- Paulson sieht bei Minenaktien mehr Potenzial als bei physischem Gold
- NovaGold übernimmt Paulsons Anteil am Donlin-Gold-Projekt in Alaska
Hedgefondsmanager John Paulson äußerte sich jüngst in der Sendung "The Exchange" von CNBC. Dort sagte er, die Anfangsphase eines langfristigen Bullenmarkts für Gold habe erst begonnen. "Ich glaube, dass wir uns am Beginn beziehungsweise in der frühen Phase eines langfristigen Bullenmarktes für Gold befinden", sagte der Investor, der Milliarden verdiente, indem er vor der Finanzkrise auf den Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes setzte.
Sein Argument: Schwindendes Vertrauen in Papierwährungen treibe Anleger zunehmend in das Edelmetall, das er als naheliegende Alternative zu Fiatgeld sieht. Zusätzlich verweist er auf eine breiter werdende Nachfrage, angeführt von Zentralbanken, die ihre Reserven kontinuierlich aufstocken, sowie auf wachsendes Interesse privater Investoren.
Der überzeugte Gold-Befürworter fokussierte sich bereits 2009 auf Gold. Damals argumentierte er, dass die gigantischen fiskal- und geldpolitischen Konjunkturmaßnahmen nach der Finanzkrise den US-Dollar langfristig schwächen würden. Seitdem hat sich der Preis des gelben Edelmetalls etwa vervierfacht.
Donlin-Deal rückt NovaGold-Aktie ins Rampenlicht
Die Aussagen fielen zeitlich mit einer Unternehmensmeldung zusammen: Mit der NovaGold Resources-Aktie rückt ausgerechnet jener Goldförderer ins Rampenlicht, an dem der Starinvestor selbst maßgeblich beteiligt ist. NovaGold kündigte an, Paulsons 40-Prozent-Anteil am Donlin-Gold-Projekt in Alaska im Rahmen einer reinen Aktientransaktion zu übernehmen. Nach dem Deal sollen die bestehenden NovaGold-Aktionäre rund 65 Prozent des kombinierten Unternehmens halten, während Paulson die restlichen 35 Prozent erhält. Zudem übernimmt er die Rolle als Co-Chairman neben NovaGold-Chairman Thomas Kaplan.
Minenaktien statt Gold-Barren
Aus Anlegersicht setzt Paulson klare Prioritäten. Er sagte, Investoren könnten von Goldminenaktien stärker profitieren als vom physischen Metall selbst, besonders bei Unternehmen mit großen, noch unerschlossenen Reserven. Sein Fokus liege dabei auf jungen Explorationsfirmen. NovaGold bezeichnete er nach eigenen Angaben als Beispiel mit gehobenem Kurspotenzial angesichts von 40 Millionen Feinunzen an Ressourcen bei einer Marktbewertung von rund 4,2 Milliarden US-Dollar zum Zeitpunkt seiner Aussage.
Zentralbanken als Treiber, Goldpreis konsolidiert
Der Goldpreis hatte im bisherigen Jahresverlauf bereits die Marke von 5.000 US-Dollar je Feinunze überschritten, bevor eine Konsolidierung einsetzte. Ende Juli bewegte sich der Preis in einer Spanne von rund 4.000 bis 4.100 US-Dollar. Umfragen unter Zentralbanken zeigten, dass Gold weiterhin zu den bevorzugten Reserveassets zählt, während Staaten ihre Portfolios angesichts eines zunehmend fragmentierten globalen Finanzsystems diversifizieren.
Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net
Risikohinweis: Gold-Investments und erst recht Minenaktien können kurzfristig deutlich schwanken, und Projekte wie Donlin Gold bergen zusätzliche Risiken aus Genehmigungsverfahren, Baukosten und der Entwicklung des Goldpreises selbst. Paulsons Einschätzung ist keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
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