Deshalb steigen die Ölpreise weiter an
Die Ölpreise haben ihre jüngste Erholung zum Wochenstart fortgesetzt.
Am Montagabend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 83,23 US-Dollar. Das waren 61 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli stieg um 76 Cent auf 79,21 Dollar.
In der Spitze stiegen die Ölpreise zum Wochenstart auf den höchsten Stand seit Ende Mai. Unterstützung erhielten sie durch den etwas schwächeren Dollar . Fällt der Dollarkurs, führt das meist zu einer höheren Nachfrage nach Erdöl, weil der Rohstoff in der US-Währung gehandelt wird. Auch die überwiegend stabilere Stimmung an den Aktienmärkten übertrug sich auf den Ölmarkt.
Tendenzielle Belastung kam dagegen von durchwachsenen Konjunkturdaten aus China. Nach Regierungszahlen entwickelten sich die Unternehmensinvestitionen und die Industrieproduktion im Mai schwächer. Dagegen zog der Einzelhandel etwas an. Analysten der Bank ING sprachen von einer trägen Entwicklung. Die Volksrepublik ist als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt einer der größten Energieverbraucher und damit für den Ölmarkt von hoher Bedeutung.
Schon in der vergangenen Woche hatten sich die Rohölpreise von ihren deutlichen Verlusten zu Monatsbeginn erholen können. Für Belastung hatte Anfang Juni gesorgt, dass das erweiterte Ölkartell Opec+ seine Förderung ab Herbst wieder etwas ausweiten will. Der Kurswechsel war für viele Marktteilnehmer überraschend gekommen, wenngleich nur ein Teil der Opec-Gesamtproduktion betroffen ist.
NEW YORK/LONDON (dpa-AFX)
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