Ölpreise geben weiter nach - aus diesen Gründen
Die Ölpreise haben am Donnerstag an die schwache Entwicklung der Vortage angeknüpft und deutlich nachgegeben.
Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete am späten Nachmittag (MESZ) 81,17 US-Dollar. Das waren 1,95 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Mai fiel um 1,79 Dollar auf 77,37 Dollar.
Seit einigen Tagen werden die Erdölpreise durch eher schwache US-Wirtschaftsdaten belastet. Der Konjunkturbericht der amerikanischen Notenbank bestätigte am Mittwochabend dieses Bild. Die US-Wirtschaft sei in den vergangenen Wochen nicht so recht vom Fleck gekommen, hieß es. Als Belastungen gelten die hohe Inflation und die möglichen Folgen der Bankenturbulenzen.
Zuletzt hatte sich ein Indikator für das Geschäftsklima in der US-Region Philadelphia im April deutlich eingetrübt und war auf den tiefsten Stand seit den Anfangszeiten der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 gefallen. Zudem wurde am Donnerstag ebenfalls bekannt, dass die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche weiter gestiegen war.
Nach Einschätzung von Marktbeobachtern wiegen die Sorgen um die US-Wirtschaft stärker als die jüngste Entwicklung der Ölreserven in den Vereinigten Staaten. Wie die US-Regierung am Mittwoch gemeldet hatte, sind die amerikanischen Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche um 4,6 Millionen Barrel gefallen. Sinkende Ölreserven stützen in der Regel die Ölpreise.
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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX)
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