Deshalb steigen die Ölpreise erneut - Waffenruhe läuft bald aus


Deshalb steigen die Ölpreise erneut - Waffenruhe läuft bald aus
Angesichts der bald auslaufenden Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA hielten sich die Bewegungen aber in relativ engen Grenzen.

Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Juni kostete zuletzt 96,58 Dollar und damit 1,15 Prozent mehr als am Vortag. Die US-Sorte WTI legte etwas stärker zu.

Im Fokus der Anleger blieb der Iran-Krieg. Eine Fortsetzung der Verhandlungen zwischen Teheran und den Vereinigten Staaten ist derzeit ungewiss. Zwar soll sich US-Vizepräsident JD Vance Medien-Angaben zufolge für eine Reise in die pakistanische Hauptstadt Islamabad bereithalten. Eine offizielle Bestätigung gab es aber zunächst nicht. Auch von iranischer Seite fehlten eindeutige offizielle Signale für eine Dialogbereitschaft. Die 14-tägige Waffenruhe läuft in der Nacht zum Donnerstag mitteleuropäischer Zeit ab.

Zentraler Streitpunkt bleibt die US-Seeblockade iranischer Schiffe und Häfen. Präsident Donald Trump teilte auf Truth Social mit, dass er an der Maßnahme festhalte, bis es eine Vereinbarung gebe. Teheran knüpft die Teilnahme an Gesprächen nach Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen jedoch an die Aufhebung der Seeblockade.

Sollten die USA und der Iran vor Mittwochabend Washingtoner Zeit keine neue Vereinbarung treffen, könnte der Krieg erneut losbrechen. Trump hatte für den Fall erneut mit zerstörerischen Angriffen gedroht. Wegen der verfahrenen Lage insbesondere in der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus waren die Ölpreise zuletzt wieder deutlich gestiegen. Sie waren in den vergangenen Tagen starken Schwankungen ausgesetzt gewesen, da sich die Einschätzungen zum Stand der Verhandlungen und zur Schiffbarkeit der Straße von Hormus rasch änderten.

/la/he

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX)