Trumps kündigt verlängerte Waffenruhe an: Ölpreise ziehen dennoch an
Die Ölpreise sind am Mittwoch trotz einer Verlängerung der Waffenruhe im Irankrieg durch die USA weiter gestiegen.
Nachdem die Notierungen im frühen Handel den deutlichen Anstieg vom Vortag noch zunächst gestoppt hatten, drehten sie im Tagesverlauf wieder in die Gewinnzone.
Ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent mit Lieferung im Juni kostete 100,11 US-Dollar und damit etwa anderthalb Prozent mehr als am Vortag. Rohöl der US-Sorte WTI gewann ähnlich stark.
Zuletzt war in der für den Transport von Rohöl wichtigen Straße von Hormus ein Containerschiff unter Beschuss geraten und dabei schwer beschädigt worden. Ein Schiff der iranischen Revolutionsgarden habe Schüsse abgegeben, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf den Kapitän des Frachters mit.
Der Iran-Krieg bleibt der bestimmende Faktor am Ölmarkt. US-Präsident Donald Trump hatte zwar eine Waffenruhe verlängert, konnten damit die Spannungen aber nicht entschärfen. Zudem war eine Reise von Vizepräsident JD Vance nach Pakistan zu Verhandlungen abgesagt worden, nachdem der Iran eine Teilnahme an den Gesprächen abgelehnt hatte. "Die Lage bleibt somit festgefahren", schrieben Analysten der Dekabank.
"Der erste Schock des Krieges ist vermutlich überstanden", kommentierte Fondsmanagerin Vivian Lin Thurston vom Finanzdienstleister William Blair die jüngste Entwicklung der Ölpreise. Ihrer Einschätzung nach ist der Ölmarkt mittlerweile in eine Phase der Unsicherheit mit wechselnden Kursbewegungen eingetreten.
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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX)
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