Ölpreise legen zu - die Gründe
Die Ölpreise haben am Freitag an ihre deutlichen Gewinne vom Vortag angeknüpft.
Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 88,01 US-Dollar. Das waren 1,18 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,38 auf 84,97 Dollar.
Händler verwiesen auf zuletzt deutlich gesunkene Rohölexporte aus Saudi-Arabien. Diese seien auf den niedrigsten Stand sei März 2021 gesunken. Schon am Donnerstag hatten die Ölpreise deutlich zugelegt, nachdem sich Russlands stellvertretender Ministerpräsident Alexander Nowak zur künftigen Förderpolitik geäußert hatte. Man habe sich mit den anderen Ländern des Rohölverbunds OPEC+ auf weitere Angebotsbeschränkungen geeinigt. Details sollen aber erst kommende Woche verkündet werden, hatte Nowak gesagt.
Schon seit einiger Zeit begrenzen vor allem die beiden großen Förderländer Saudi-Arabien und Russland ihre Öllieferungen. Damit wollen sie verhindern, dass die Erdölpreise aufgrund der weltweiten Konjunkturschwäche zu stark unter Druck geraten. Dem Ölverbund OPEC+, der von den beiden Ländern angeführt wird, gehören rund zwanzig Förderstaaten an.
Für zusätzliche Unterstützung sorgt am Ölmarkt, dass sich China zunehmend gegen die Schwäche seiner Wirtschaft stemmt. Zuletzt wurden weitere Schritte zur Stabilisierung des kriselnden Immobilienmarkts und zur Stützung der heimischen Währung Yuan unternommen. Das Land gehört mit den USA zu den größten Ölverbrauchern der Welt.
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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX)
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