Edelmetalle unter Druck: Darum geben Gold und Silber vor dem Wochenende nach
Der Goldpreis hat am Freitag merklich nachgegeben. Auch für Silber und die Preise von wichtigen Industriemetallen geht es abwärts.
Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) des Edelmetalls fällt zeitweise um 2,13 Prozent auf rund 4.553 US-Dollar.
Händler verweisen auf die fehlenden Fortschritte mit Blick auf den Iran-Krieg.
Die Anleger hätten von dem Treffen zwischen dem chinesischen Staatschef Xi Jinping und dem US-Präsidenten Donald Trump in Peking mehr erwartet. Trump befindet sich inzwischen wieder auf der Rückreise. Die Ölpreise legte daher am Freitag zu. Dies schürt Inflationsgefahren, die sich dann auch auf die Geldpolitik der Notenbanken auswirken dürfte.
Der Goldpreis gerät unter Druck, da höhere Leitzinsen die Nachfrage nach Gold dämpfen. Seit Kriegsbeginn Ende Februar haben die geänderten Zinserwartungen die Goldpreise belastet. Aktuell wird damit gerechnet, dass die US-Notenbank ihre Zinsen zunächst nicht senken wird. Von der Europäischen Zentralbank (EZB) werden Leitzinsanhebungen erwartet. Gold wirft keine laufende Verzinsung ab und verliert damit im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren an Attraktivität.
Der Goldpreis wird zudem durch den gestiegenen Dollarkurs gedrückt. Edelmetalle werden in Dollar gehandelt. Ein höherer Dollarkurs erhöht die Preise für Anleger in anderen Währungsräumen und dämpft die Nachfrage.
Auch der Silberpreis gibt nach. Der Preis für eine Feinunze sinkt zeitweise um 6,12 Prozent auf 78,40 US-Dollar. Zudem geben auch die Preise von wichtigen Industriemetallen wie Kupfer nach.
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LONDON (dpa-AFX)
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