Darum geben die Ölpreise vor dem Wochenende leicht nach
Die Ölpreise sind am Freitag leicht gefallen.
Die Notierung für ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im August ging um mehr als ein halbes Prozent auf 94,33 US-Dollar zurück. Am Vortag hatten die Ölpreise mit der Hoffnung auf eine Waffenruhe im Libanon noch stärker unter Verkaufsdruck gestanden.
Am Ölmarkt bleibt die geopolitische Entwicklung im Nahen Osten der bestimmende Faktor. "Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sind zäh und diplomatische Fortschritte kaum zu erkennen", beschreiben Analysten der Dekabank die Lage. Ihrer Einschätzung nach tendieren die Märkte weiterhin dazu, auf positive Nachrichten stärker zu reagieren, als sich von den regelmäßig darauf folgenden Dementis entmutigen zu lassen.
Bei den Gesprächen für ein Ende des Iran-Kriegs zwischen Teheran und Washington zeichnen sich allerdings weiterhin keine Fortschritte ab. Bei den Verhandlungen gelten die anhaltenden israelischen Militärschläge im Libanon als ein wesentlicher Streitpunkt.
Nach Einschätzung des Analysten Norman Liebke von der Commerzbank sind die Reaktionen am Ölmarkt auf Entwicklungen im Nahen Osten zuletzt gelassener ausgefallen als in den Wochen zuvor. Dies sei dadurch zu begründen, dass die Ölreserven in den Industriestaaten wohl länger als gedacht reichen würden. Darüber hinaus gebe es mittlerweile Umleitungen von Ölexporte in "beträchtlichen" Umfang, nachdem die Straße von Hormus infolge des Iran-Kriegs blockiert ist.
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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX)
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