Ungezügelte KI: Die Gewinner des neuen Wettrüstens
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Ein ungewollter Hackerangriff durch die eigene Künstliche Intelligenz? Berichteten Vorfällen zufolge brachen KI-Modelle bei OpenAI aus ihrer Testumgebung aus und griffen eigenmächtig IT-Infrastrukturen an. Ob genialer PR-Stunt oder reales Warnsignal für die globale IT-Sicherheit - die Signalwirkung ist enorm. Bei Akrida Capital nehmen wir diese Dynamik zum Anlass, die Profiteure dieses neuen Sicherheitsbedürfnisses zu analysieren.
KI als Beschleuniger für Cybersecurity
In den letzten Monaten hat sich die Wahrnehmung des Cybersecurity-Sektors drastisch gewandelt: Während der Sektor zuvor als potenzielles Opfer einer Disruption durch künstliche Intelligenz galt, wird er heute als eindeutiger Profiteur gesehen. Der Konsens lautet klar: Mehr Ausgaben für KI-Infrastruktur und Rechenzentren erfordern zwangsläufig höhere Investitionen in leistungsfähige-Sicherheitslösungen.
Dieser zusätzliche Budgetanteil wird nach Einschätzung von Branchenexperten überwiegend den heutigen Marktführern zufallen, die Plattformlösungen anbieten.
Viele KI-Implementierungen in Unternehmen befinden sich heute jedoch noch in einer frühen Phase und laufen in isolierten Testumgebungen ("Sandboxes"). Security-Teams verfügen zwar strategisch oft über enorme Budgets, investieren diese aktuell jedoch primär in Nischen-Proof-of-Concepts (POCs) sowie Patch- und Hygiene- Management - Bereiche, die von den großen börsennotierten Herstellern bisher kaum direkt monetarisiert werden.
Wachstumsschub steht unmittelbar bevor
Der Wendepunkt für echte Budgetzuwächse könnte nun unmittelbar bevorstehen. Nach Einschätzung von Goldman Sachs dürfte der Investitionsbooster spätestens im ersten Halbjahr 2027 zünden!. Während es beim Übergang in die Cloudtechnologie rund fünf Jahre dauerte, bis Cybersecurityausgaben die heutigen Levels erreicht haben (ca. 2 - 5% des Cloudbudgets), dürfte sich das laut Einschätzung der Investmentbank in der aktuellen KI Revolution auf weniger als drei Jahre reduzieren und damit direkt vor uns liegen.
Zwei Wachstums-Unternehmen und….
Für unser Akrida Trends Zertifikat haben wir uns drei Werte genauer angesehen. Unangefochtener Qualitätswert im Sektor ist Crowdstrike (CRWD). Die Cloud-native Falcon-Plattform deckt das gesamte Spektrum ab: Endgeräteschutz (Endpoint), Security Operations, Cloud-Workloads, Identitätsmanagement und Datenströme. Mit "Charlotte AI" hat CrowdStrike einen autonomen Analysten entwickelt, der Sicherheitsalarme filtert, komplexe Vorfälle korreliert und Fragen in natürlicher Sprache beantwortet. Das Modul wird erfolgreich als Add-on monetarisiert.
Ursprünglich stark hardware- und netzwerkbasiert (Firewall-Fokus) ist Palo Alto Networks (PANW) und damit primär auf die Überwachung des Datenverkehrs ausgerichtet. Durch massive Übernahmen wurde das Portfolio aggressiv um Cloud-Strukturen erweitert. PANW befindet sich im "Sweet Spot", denn es sichert zusätzlich gezielt den Datenverkehr von neuen KI-Agenten und -Modellen ab- ein völlig neuer, potenziell riesiger Markt. Rein auf die direkte KI-Positionierung bezogen ist PANW aktuell am besten aufgestellt.
…und die Value-Alternativen
Etwas anders gestaltet sich die Situation bei Okta (OKTA), ein reiner Spezialist für Identitäts- und Zugangsmanagement. Diese Produkte stehen im harten Wettbewerb mit Microsoft und Google, punktet allerdings mit dem Vorteil der Neutralität.
KI bietet für Okta auch eine große-Chance. Mit "Okta for Agents" versucht das Management aktuell anstelle von traditionellen Nutzern den automatisierten KI-Agenten mit Berechtigungen und Zugriffe auszustatten - potenziell ein attraktiver Markt. Allerdings steht der Nachweis der Monetarisierung noch aus. Ein weiterer Pluspunkt bei Okta: Während Crowdstrike und Palo Alta mit einem KGV jenseits von 80x bewertet sind, handelt Okta bei 32x und stellt sozusagen die Value-Alternative da.
Ähnlich gelagert ist der Fall bei Check Point Software Technologies (CHKP) dem Pionier der Cybersicherheit und gewissermaßen der Erfinder der Firewall mit weltweit über 100‘000 Kunden. Check Point betreibt eine breite Plattform Architektur (Check Point Infinity) und ist für seine extrem hohe operative Marge (oft über 35-40%) und sehr hohe Cashflows bekannt. Allerdings ist der Wettbewerb im Plattform- und Enterprise-Bereich insbesondere durch Crowdstrike und Palo Alto Networks intensiv, was zu einer Verlangsamung des Wachstums im einstelligen Prozentbereich geführt hat.
Fortinet (FTNT) verbindet das Beste zweier Welten. Hier handelt es sich um einen klaren Qualitätswert, der durch eine Besonderheit hervorsticht: Ähnlich wie Palo Alto hat Fortinet starke Wurzeln in klassischen Firewalls, Das Unternehmen entwickelt eigene Hochleistungs-Chips (ASICs), was Fortinet eine überlegene Verarbeitungsgeschwindigkeit bei niedrigeren Herstellkosten sichert. Mit dem eigenen Betriebssystem FortiOS und der Fortinet Security Fabric baut das Unternehmen auf einer integrierten Plattform auf, die Kunden durch hohe Wechselkosten bindet. Mit operativen Margen von über 30 % gehört Fortinet zu den profitabelsten Akteuren der Branche.
Trotz dieses starken Fundaments liegt die Bewertung im historischen Vergleich moderater als bei den hochbewerteten Cloud-Spezialisten, was die Aktie zu einer attraktiven Kombination aus Qualität und Wachstum macht.
Fazit
Keine Frage, Cybersecurity-Unternehmen werden auf absehbare Zeit von der Nachfrage nach autonomen Echtzeit-Lösungen profitieren, um nicht zuletzt komplexe KI-Angriffe abzuwehren. Eher früher als später werden sich die Security-Budgets der Unternehmen erhöhen müssen, was einen zusätzlichen Rückenwind für die jährlichen Branchenwachstumsraten darstellen wird. Für Anleger bieten sich gewissermaßen drei Möglichkeiten. Sie setzen auf höher-bewertete aber schnell wachsende Qualitäts-Aktien oder bevorzugen eher auf günstige bewertete Value Titel mit etwas weniger Wachstumspotenzial. Die dritte Möglichkeit ist ein Investment in das Akrida Trends Zertifikat. Aus einer Vielzahl an attraktiven Investment Trends, wie z.B. Cybersecurity, wählt das Management die stärksten Aktien aus. Ein konsequentes Risikomanagement vermeidet dazu schlaflose Nächte.
Wer gezielt wie ein Hedgefonds auf Trends an den Börsen setzen möchte, sollte sich das Akrida Trends (WKN UBS3AC / ISIN CH1463708078) Zertifikat genauer ansehen. Hier investieren wir mit einem konzentrierten Portfolio in bis zu zwölf Aktien aus den aussichtsreichsten Trends.
Weitere Informationen unter: https://akridacapital.com/akrida-trends/
Marko Graßmann ist Co-Portfolio Manager des Zertifikats "Akrida Trends" (ISIN: CH1463708078). Darüber hinaus berät er Family Offices und Hedgefonds bei der Aktienanlage. Marko begann seine Karriere im Portfolio Management der Allianz SE in München. Er ist Dipl.-Kaufmann (Univ. Bayreuth) und CFA Charterholder seit 2011.
Risikohinweise: Der Erwerb dieses Wertpapiers ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen, wobei die historische Wertentwicklung kein verlässlicher Indikator für die künftige Performance ist. Anleger unterliegen zudem dem Bonitätsrisiko des Emittenten, da im Falle einer Insolvenz ein Totalverlust droht und kein Schutz durch Entschädigungseinrichtungen besteht. Vor einer Anlageentscheidung sollten daher unbedingt die Verkaufsunterlagen sowie das Basisinformationsblatt (BIB) sorgfältig geprüft werden.