Das Internet der Dinge

Platz 10: Cleveres Thermostat
Das Internet der Dinge - auf englisch: Internet of Things - beschreibt das Phänomen, dass der (Personal) Computer zunehmend als Gerät verschwindet und durch "intelligente Gegenstände" ersetzt wird. Statt selbst Gegenstand der menschlichen Aufmerksamkeit zu sein, soll das "Internet der Dinge" den Menschen bei seinen Tätigkeiten unmerklich unterstützen. Geht man nach den Meinungen der Wissenschaftler, so steht der Industrie eine mögliche vierte Industrielle Revolution durch das Internet der Dinge bevor. Im folgenden Ranking finden sich bereits realisierte Gegenstände aus der Welt der technologischen Zukunft. Die Reihenfolge des Rankings ist beliebig, Stand ist der 19.11.2014.
Dass der "Vater des iPod", Tony Fadell, mit seinem eigenen Startup ausgerechnet einen Thermostat herausbringt, hat zu Beginn so Manchen erstaunt. Aber der "Nest" macht eben sehr viel mehr als nur die eingestellte Temperatur beizubehalten. In seinem schlichten Gehäuse steckt einiges an Know-how und Technik. So lernt der Nest mit der Zeit, wann er wie eingestellt wird und richtet sich danach. Anhand eines Bewegungssensors bekommt er mit, ob sich noch jemand in der Umgebung befindet. Und online schaut er nach, wie sich das Wetter entwickelt und reagiert entsprechend darauf. Und natürlich kann man ihn auch per Smartphone, Tablet oder mit dem Browser fernsteuern.
Quelle: uplpad-magazin, Bild: Nest

Platz 9: Smart Home
Ein Backofen mit Internetanschluss, eine Heizung, die mitdenkt und ein Fernseher, der genau das Wunschprogramm zeigt und sich von unterwegs programmieren lässt - klingt nach Zukunft? Ist aber schon bald Gegenwart. Wenn es nach führenden Entwicklern für Haushaltselektronik- und Gebäudetechnik geht, sollen solche Szenarien künftig zum Alltag gehören. Das Haus der Zukunft ist mit allerlei intelligenter Technik ausgestattet - ein "Smart Home". Sensoren für Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Licht registrieren dann zum Beispiel das Raumklima und die Tageszeit: Ist ein Raum zu kalt oder die Luft zu schlecht, reagiert die Technik selbstständig und sorgt für optimale Wohnbedingungen. Verlassen die Bewohner das Haus, schalten sich Lichter und Heizung von selbst aus und sparen Energie. Das Smart Home soll das Wohnen aber nicht nur komfortabler, sondern auch sicherer machen. So kann es zum Beispiel die Anwesenheit von Bewohnern simulieren, indem Rollläden automatisch gesteuert werden, obwohl die Bewohner längst im Urlaub sind. Auch die Sorge, den Herd angelassen zu haben, ist dann ein Problem von gestern. Ein kurzer Blick auf das Smartphone genügt. Denn über Internet kann man direkt den Status verschiedener Elektrogeräte im Haus abfragen und regeln.
Quelle: Euronics, Bild: dw1 / Shutterstock.com

Platz 8: Die vernetzte Stadt
Die Stadt Milton Keynes soll die erste britische Stadt im Vereinigten Königreich werden, welche im gesamten Stadtgebiet Zugang zum IoT-Netzwerk haben wird. Basisstationen werden in der ganzen Stadt installiert, um so ein eigenes Netzwerk zur Verfügung stellen zu können, welches Sensorsignale von Tausenden von Objekten empfangen kann. Das Netzwerk wird zunächst von der Kommune verwendet werden, um per Applikation z.B. den Füllgehalt von öffentlichen Mülltonnen mithilfe eines Sensors ermitteln und so die Leerung des Müllbehälters veranlassen zu können. Eine weitere Applikation soll Auskunft über freie Parkplätze in öffentlichen Parkhäusern geben. Gesamtziel für die erfolgreiche Implementierung des Netzwerks ist jedoch die Involvierung privater Nutzer, um so die Weiterentwicklung kommerzieller Dienstleistungen und Produkte voranzutreiben. 400 Milliarden US-Dollar sind der Stadt von diversen Partnern bereits zugesprochen worden.
Quelle: wallstreet-online.de, Bild: istockphoto / yorkfoto

Platz 7: Das Fahrradschloss, das mitdenkt
Skylock ist ein "smartes" Fahrradschloss, das mit seinem Besitzer kommunizieren kann, wenn Diebe versuchen, es zu knacken. Die Stromversorgung erfolgt über einen Akku, der durch die Solarzellen am Schloss wieder aufgeladen werden kann. Das Schloss von Velo Labs kann aber auch als Unfallsensor fungieren. Das Skylock steht in Verbindung mit dem Smartphone des Radfahrers und gleicht sich mit dessen Bewegungssensor ab, um festzustellen, ob ein Unfall passiert ist oder es einfach nur eine starke Erschütterung gab, weil beispielsweise das Schloss heruntergefallen ist. Wird ein Unfall festgestellt, wird die Position vom Smartphone an die Freunde übermittelt, wenn der Fahrer nicht innerhalb kurzer Zeit den Alarm deaktiviert.
Quelle: golem.de, Bild: Skylock
Platz 6: Kleiderbügel mit Innenleben
Vanquish hat zusammen mit Teamlab einen Herrenbekleidungsladen in Tokio mit Kleiderbügeln ausgestattet, die mit RFID-Empfängern (Radio Frequency Identification) ausgestattet sind. Welches Kleidungsstück auf dem Bügel hängt, wird durch ein eingenähtes oder aufgeklebtes Etikett erkannt. Das System erkennt, wenn das Kleidungsstück vom Bügel getrennt wird, weil es der Kunde anprobiert. Daraufhin werden Zusatzinformationen zum gewählten Kleidungsstück sowie Alternativen oder passende Accessoires auf Fernsehern in der Nähe des Kunden angezeigt. Sogar die Licht- und Tonuntermalung passt der Vanquish-Laden passend zum gewählten Bekleidungsstück in unmittelbarer Umgebung des Kunden an. Das soll weitere Kaufanreize wecken. Die Aktivitäten der Kunden kann das Bekleidungsgeschäft auch statistisch auswerten, um zum Beispiel die Platzierung der Ware zielgerichtet zu verändern.
Quelle: Vanquish, Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Platz 5: Smarte Babywaage
Der französische Hersteller Withings stellt eine neue digitale Waage mit Internetanbindung vor, die Smart Baby Scale. Laut Hersteller erleichtert es die Waage unter anderem, die Größe des Babys zu messen. Die Anleitung und das ermittelte Gewicht des Nachwuchses kann die Withings Smart Baby Scale nicht nur auf ihrem grafischen Display im Fuß der Waage anzeigen, sondern über das Internet auch in einer Datenbank speichern. In Verbindung mit der iPhone- und iPad-App Wiscale kann die Gewichtsentwicklung so auch aus der Ferne eingesehen werden. Zudem ist es möglich, das gerade gemessene Gewicht über Twitter und Facebook zu verbreiten oder per E-Mail etwa an den Kinderarzt oder die Hebamme zu senden. Eltern können auch Notizen und Fotos an die Gewichtsdiagramme anhängen. Withings bietet ein API, über das Anwendungen Dritter auf Wunsch auf die Daten zugreifen können. In derselben Datenbank (Health Cloud) werden auch Daten der normalen Waage und des Blutdruckmessgeräts Withings BPM gesammelt.
Quelle: withings, Bild: withings

Platz 4: Tiere füttern über WLAN
Der Pintofeed ist ein Futterautomat für Haustiere, der über WLAN angesteuert wird. Ein Smartphone mit iOS oder Android, das die Anbindung ans WLAN und die Ansteuerung der Elektronik des Pintofeed übernimmt, dient als Fernsteuerung des Electric-Imp-Moduls. Über den Status der Nahrungsausgabe und eventuelle Gerätefehler informiert der Pintofeed den Besitzer per E-Mail, SMS, Twitter und sogar per Facebook-Posting. Tageszeit und Wochentag werden gespeichert und fließen automatisch in einen Fütterungskalender ein, der auf Wunsch vollautomatisch die Klappe entsprechend dieser Termine öffnet. Das Logbuch erlaubt die Auswertung der Nahrungsabgabe im Zeitverlauf. Die Produktion des Geräts soll über eine Finanzierungskampagne auf Indiegogo ermöglicht werden.
Quelle: Pintofeed, Bild: Pintofeed

Platz 3: Gestenbasierte Heimvernetzung ohne Smartphone
Die Macher der Ninja Blocks zur Heimvernetzung haben ein neues Produkt namens Ninja Sphere. Die Sphäre ist als zentrales Element einer Heimvernetzung vorgesehen, sie erlaubt anders als die Ninja Blocks auch die Steuerung vernetzter Geräte ohne weitere Eingabegeräte wie ein Smartphone. Beispielsweise kann eine mitgelieferte Steckdose über Gesten, die nahe an der Sphäre ausgeführt werden, zum Dimmen einer Lampe verwendet werden. Da das System offen gestaltet ist, können auch bereits vorhandene Geräte mit der Sphäre verbunden werden. Laut Ninja werden unter anderem die Hue-Lampen von Philips unterstützt, die über das Verfahren Zigbee drahtlos gesteuert werden. Auch WLAN nach 802.11 b/g/n sowie Bluetooth und Bluetooth LE (Low Energy) beherrscht die Ninja Sphere. Auf Softwareseite gibt es unter anderem Plugins für XMBC und die Smartwatch Pebble, die als Display oder auch als Steuergerät dienen kann.
Quelle: golem.de, Bild: Ninja Block

Platz 2: Kommunikatives Fahrrad
Vanhawks Valour heißt das Rad, in dessen Lenker Ultraschallsensoren stecken, die den toten Winkel überwachen und per Vibration vor überholenden Autos warnen. Mit anderen Vanhawks Valours tauscht sich das Rad über Schlaglöcher und geklaute Modelle aus. Mit Vibrationen wird beim Valour vor überholendem Verkehr gewarnt. Die Abbiegehinweise des Navis werden nicht gesprochen, sondern dem Fahrer per LED-Kaskade signalisiert. Je näher er dem Ziel ist, desto mehr LEDs leuchten auf der betreffenden Seite auf. Das klappt natürlich nur, wenn der Fahrer die App der Entwickler auf seinem Smartphone laufen lässt, das für die Navigation und die restliche Kommunikation zuständig ist. Das kommunikative Rad beinhaltet auch einen Radcomputer samt Fitnesstrainer. Die Kommunikation mit dem Smartphone wird über Bluetooth hergestellt. Der Akku im Rad wird mit Hilfe des Nabendynamos (Supernova Infinity S) wieder aufgeladen. Das Projekt wird über Kickstarter finanziert.
Quelle: Vanhawk, Bild: Vanhawk

Platz 1: Haushaltsgeräte steuern via Green Bean
Mit dem auf der Maker Faire New York vorgestellten Green Bean Maker soll es möglich sein, eine Reihe von Haushaltsgeräten von General Electric zu steuern - darunter sind Waschmaschinen, Kühlschränke, Öfen und ein Wassererhitzer. Das Green-Bean-Modul kostet 19,99 US-Dollar, das SDK steht über Github bereit. Das Green-Bean-Modul ist eine kleine Platine mit einem USB-Anschluss und einer RJ45-Buchse. Es fungiert als Vermittler zwischen dem internen, nicht dokumentierten Servicebus der Haushaltsgeräte und einem Computer. Es bietet Methoden für den Zugriff auf die Sensoren in den Geräten, wie die Temperatur im Kühlschrank oder ob dessen Tür gerade geöffnet ist, bei einem Geschirrspüler aber zum Beispiel auch die Durchflussrate des Wassers. Dabei ist auch eine event- und statusbasierte Überwachung möglich. Die Steuerungsoptionen entsprechen zumeist denjenigen, welche das Gerät auch über das reale Bedienpanel bietet. Granularere Steuerungsmöglichkeiten, bis hin zur Ansteuerung einzelner Bauteile wie Pumpen oder LEDs, ist ebenfalls möglich.
Quelle: firstbuild, Bild: Miele
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