DAX schließt nach Rekordjagd knapp höher -- Wall Street letztlich grün -- Continental verkauft ContiTech -- SK hynix, Allianz, Infineon, Rheinmetall, NVIDIA, Novo Nordisk, DroneShield, BASF im Fokus


TKMS erzielt anscheinend U-Boot-Deal zum Nato-Gipfel. Microsoft: Milliardenumsätze in Deutschland - doch die meisten EU-Steuern zahlt der Konzern anderswo. Mercedes-Benz-Aktie mit 25 Prozent Verlust seit Jahresbeginn. SAP & Co.: KI-Schwäche hilft Softwarewerten. easyJet stimmt Übernahmeangebot zu. Porsche streicht offenbar tausende Stellen.


Der deutsche Aktienmarkt konnte seine Gewinne der Vorwoche am Montag ausbauen.

Nach einem freundlichen Start legte der DAX zunächst noch etwas zu, dabei erreichte das Barometer zwischenzeitlich sogar ein neues Allzeithoch bei 25.900,10 Zählern. Dafür war allerdings nur ein kleiner Schritt nötig, bevor rasch Gewinnmitnahmen einsetzten. Letztlich schloss der deutsche Leitindex etwas fester (+0,15 Prozent) bei 25.817,89 Punkten.
Der TecDAX zeigte sich zum Auftakt ohne klare Richtung, legte dann zunächst moderat zu, bevor auch hier ein Rücksetzer an die Nulllinie folgte. Schlussendlich beendete das Barometer den Handelstag freundlich bei 3.913 Einheiten (+0,3 Prozent).

Der DAX startete damit nach seinen jüngsten Rekorden stabil in die neue Woche. Nachdem der Index am Donnerstag sein fast halbjähriges Hoch übertroffen hatte, markierte er am Freitag mit 25.826,78 Punkten einen weiteren Höchststand. Charttechniker Christoph Geyer stuft den Markt inzwischen als überkauft ein und rechnet daher zunächst mit einer Konsolidierung.

Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank verwies auf die zuletzt "relativ schwachen Umsätze", denn sie setzten ein Fragezeichen hinter der Nachhaltigkeit des DAX-Ausbruchs.

Die zuletzt schwächelnden KI-Werte, die besonders im US-Halbleiterindex SOX und im koreanischen KOSPI nach den vorherigen starken Kursanstiegen unter Druck gerieten, bewertet JPMorgan-Stratege Mislav Matejka dagegen gelassen. Er erwartet, dass Anleger den Rückgang eher als Einstiegsgelegenheit nutzen werden. Seiner Einschätzung nach ist der Halbleiterzyklus noch längst nicht am Ende, da nennenswerte neue Kapazitäten wohl erst ab 2028 verfügbar sein dürften. Insgesamt sieht Matejka die kommende Berichtssaison als stützenden Faktor für die Aktienmärkte.

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Die europäischen Aktienmärkte präsentierten sich am Montag schwächer.

Der EURO STOXX 50 war mit einem kleinen Abschlag gestartet und vergrößerte diesen im Anschluss. Letztlich ging er 0,23 Prozent tiefer bei 6.398,01 Punkten in den Feierabend.

Aus Asien kamen keine einheitlichen Signale, größere marktbewegende Ereignisse gab es nicht. Als positiv wird gewertet, dass sich die Kursgewinne zunehmend auf mehr Branchen verteilen und nicht mehr nur von einzelnen KI-Werten getragen werden.

Die zuletzt bessere Entwicklung in den Bereichen Gesundheit, Industrie und Finanzen reicht nach Einschätzung von Stephen Innes, Marktstratege bei SPI Asset Management, allerdings noch nicht aus, um von einer echten Rotation zu sprechen. Laut Dow Jones Newswires führte Innes dazu aus: "Eine echte Rotation ist, wenn Kapital von einem Teil des Marktes in einen anderen fließt, ohne die Möbel zu verrücken. Was wir letzte Woche sahen, fühlte sich eher so an, als ob alle gleichzeitig einen überfüllten Raum verlassen und hoffen, dass der Flur breit genug ist."

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Die US-Börsen starteten nach dem feiertagsbedingt langen Wochenende mit stärkeren Tendenz in die neue Börsenwoche.

Der Dow Jones Industrial eröffnete etwas leichter und drehte direkt danach ins Plus, wobei er bei 53.060,10 Zählern ein neues Rekordhoch erreichte. Nach einem Ausflug unter die Nulllinie gelang ihm wieder der Sprung zurück auf grünes Terrain. Schlussendlich ging er 0,3 Prozent stärker bei 53.056,80 Punkten in den Feierabend.
Dagegen startete der Techwerteindex NASDAQ Composite mit einem kräftigen Gewinn und baute diesen anschließend sogar noch aus. Er beendete die Sitzung 1,12 Prozent fester bei 26.121,16 Zählern.

Halbleiterwerte legten teils kräftig zu - in einer Woche, in der die südkoreanischen Speicherchip-Giganten Samsung und SK hynix den KI-Boom erneut auf die Probe stellen dürften. Samsung wird am Dienstag seine Geschäftszahlen vorlegen. Dem folgt die US-Börsennotierung von SK Hynix mit einem Volumen von rund 28 Milliarden US-Dollar. Diese Ereignisse gewinnen in einer Woche zusätzlich an Bedeutung, die kaum wichtige Wirtschaftsdaten bereithält und in der die US-Berichtssaison noch nicht wirklich anläuft.

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An den Börsen in Fernost ging es zum Wochenstart in verschiedene Richtungen.

In Tokio fiel der Nikkei 225 letztlich um marginale 0,01 Prozent auf 69.737,69 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland ging es daneben für den Shanghai Composite 0,06 Prozent abwärts auf 4.041,24 Zähler.

Der Hang Seng verbuchte hingegen schließlich Gewinne von 1,14 Prozent auf 23.616,32 Einheiten.

Die asiatischen Aktienmärkte zeigten sich zum Wochenstart am Montag zunächst mit verschiedenen Vorzeichen, nachdem sich die Indizes am vergangenen Freitag erholten. Am Markt wurde auf Gewinnmitnahmen bei einigen zuvor deutlich gestiegenen Halbleiterwerten verwiesen. Gleichzeitig wirkten die weiter fallenden Ölpreise insgesamt unterstützend auf die Kurse. Auch die ruhige Nachrichtenlage aus dem Nahen Osten wurde von den Börsen positiv aufgenommen. Zusätzlichen Rückenwind lieferte der schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht für Juni, der die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen in den USA dämpfte.

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