Iran-Krieg im Blick: US-Börsen letztlich höher -- DAX schließt fester -- TKMS: Haushaltsausschuss billigt Fregattenkauf -- VW berät über Sparpläne -- Intel, NVIDIA, SpaceX, SK hynix, Micron im Fokus
Milliardenübernahme bringt Rüstungsgeschäft von DEUTZ voran. Aktien von Microsoft und IBM fallen - Starbucks-KI-Tools bedrohen Softwaregeschäft. KeyBanc zweifelt an Agentforce-Wachstum von Salesforce. Aktien von Rheinmetall und RENK schwächeln nach gestrichener Kaufempfehlung weiter. Virax Biolabs schließt Asien-Deal mit Fosun Diagnostics.
Nach einem freundlichen Start fiel der DAX am Mittag vorübergehend leicht ins Minus, konnte dann aber wieder in grünes Terrain und über die 25.000-Punkte-Marke klettern. Letztlich schloss er 0,89 Prozent höher bei 25.118,27 Punkten.
Noch am Montag hatte der deutsche Leitindex mit 25.900 Punkten ein neues Rekordhoch markiert, bevor er zeitweise bis auf 24.830 Punkte zurückfiel. Grund für den Einbruch war zum einen die eingetrübten Stimmung für KI-Wert, zum anderen die erneute Verschärfung der Lage im Nahen Osten, welche Ängste vor steigenden Ölpreisen, anziehender Inflation und einer Belastung der Wirtschaft schürte.
Die Gemengelage blieb am Donnerstag widersprüchlich: Trotz der von Präsident Trump für beendet erklärten Waffenruhe und weiteren gegenseitigen Angriffen, sei der Iran laut Trump gleichzeitig an einem Rahmenabkommen mit den USA interessiert. Irans Außenminister Araghtschi stellte jedoch klar, dass Gespräche über eine endgültige Vereinbarung erst möglich seien, wenn die Drohungen aufhörten. Fest steht, dass die Ölpreise seit Wochenbeginn kräftig gestiegen sind, was die Sorgen vor Preisauftrieb und einer möglichen Reaktion der Notenbanken weiter befeuert.
"Monatelang entwickelte sich der Iran-Konflikt in eine Richtung, die auf ein diplomatisches Endspiel hindeutete. Die Ereignisse der letzten Tage gehen allerdings in die falsche Richtung", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank laut dpa die jüngsten Entwicklungen.
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Der EURO STOXX 50 notierte bereits zum Sitzungsstart höher und legte dann in der Folge noch stärker zu. Schlussendlich ging er 1,28 Prozent fester bei 6.284,27 Punkten in den Feierabend.
Zwar setzten die USA ihre Angriffe auf iranische Ziele in der Nacht fort, doch relativierte Präsident Trump seine vorherigen Aussagen zum Ende der Waffenruhe und stellte klar, keine umfassende Wiederaufnahme des Krieges anzustreben. Händler äußerten die Einschätzung, dass die Märkte die angespannte Situation im Nahen Osten zuvor zu sorglos eingepreist hätten und der Kursrückgang vom Vortag lediglich eine realistischere Bewertung längst bekannter Risiken widerspiegele.
Von der Société Générale hieß es zum Sitzungsprotokoll der Fed, dieses lasse auf eine eher restriktive Geldpolitik schließen - eine baldige Zinserhöhung im Juli gelte angesichts des schwächeren US-Arbeitsmarktberichts für Juni allerdings als unwahrscheinlich. Zusätzlich positive Signale kamen aus China, wo steigende Erzeugerpreise auf eine wirtschaftliche Erholung und künftig höhere Industriegewinne hindeuten.
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So eröffnete der Dow Jones Industrial den Handel zwar leichter, drehte aber im Verlauf knapp ins Plus und hielt sich auch bis Handelsschluss dort. Er verabschiedete sich 0,27 Prozent fester bei 52.487,44 Punkten aus der Sitzung.
Zwar setzten die USA und der Iran ihren militärischen Schlagabtausch über Nacht fort, doch schienen Anleger nicht sonderlich beunruhigt zu sein. Denn US-Präsident Donald Trump machte klar, dass er keine vollständige Wiederaufnahme des Krieges plane.
"Wie man Schlagzeilen interpretiert, dass die Waffenruhe vorbei ist, ist jetzt ein zentrales Gesprächsthema. Für den Moment betrachten wir dies als eine kurzfristige Umkehr. Wir haben keinen Einblick in die Verhandlungen hinter den Kulissen, gehen aber weiterhin davon aus, dass Präsident Trump darauf fokussiert ist, diesen Konflikt zu beenden", so Aktienstratege Scott Chronert von der Citi.
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In Tokio stieg der Nikkei 225 letztlich um 1,38 Prozent auf 67.743,85 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland war unterdessen auch ein Plus zu sehen: Der Shanghai Composite legte um 1,65 Prozent zu auf 4.036,59 Zähler.
Der Hang Seng verlor schließlich 0,70 Prozent auf 24.030,18 Einheiten.
Die asiatischen Börsen zeigten sich am Donnerstag nach der jüngsten Zuspitzung im Iran-Konflikt gespalten. Auslöser der Anspannung war die Ankündigung von US-Präsident Trump, den Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran als beendet zu betrachten, gefolgt von erneuten US-Angriffen auf iranische Ziele. Laut dem zuständigen US-Regionalkommando sollen diese Attacken Teherans Möglichkeiten begrenzen, den Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus zu stören.
Die asiatischen Indizes verzeichneten teilweise nur leichte Verluste, was unter anderem an der robusten Vorlage der Wall Street lag. Zusätzlich wirkte stabilisierend, dass der Ölpreis nach dem kräftigen Anstieg vom Vortag bei etwa 79 Dollar zunächst eine Pause einlegte. Auch das am Vorabend veröffentlichte Protokoll der letzten Fed-Sitzung sorgte für keine Überraschungen, da die Notenbanker signalisierten, die Zinsen vorerst stabil zu halten und nur bei nachlassendem Inflationsdruck über Senkungen nachzudenken.
Der deutsche Aktienmarkt erholte sich am Donnerstag etwas von seinen kräftigen Vortagesverlusten.
Der TecDAX konnte sein anfänglich moderates Plus kräftig ausbauen und beendete den Handelstag 2,1 Prozent stärker bei 3.825 Zählern.
Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich am Donnerstag sehr freundlich.
Die US-Börsen wiesen am Donnerstag grüne Vorzeichen aus.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite legte bereits zum Start leicht zu und konnte seine Gewinne in der Folge deutlich ausbauen. Technologiewerte knüpften damit an ihre im späten Vortagesgeschäft begonnene Erholungstendenz an. Letztlich stand ein Plus von 1,30 Prozent auf 26.206,89 Zähler an der Kurstafel.
Die Börsen in Asien präsentierten sich am Donnerstag mit unterschiedlichen Vorzeichen.
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