LS Telcom: NATO-Aufträge zur Zielerreichung?


SmartCaps ist ein Angebot des redaktionellen Partners StockXperts.
finanzen.net GmbH ist für die Inhalte dieses Artikels nicht verantwortlich.


LS Telcom: NATO-Aufträge zur Zielerreichung?

Die Aktie von LS Telcom scheint in einer Seitwärtsbewegung gefangen. Das Angebotsspektrum passt hingegen gut in die aktuelle politische Gemengelage.

Mit einem Umsatz- und Ergebnisrückgang im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 (per 30.9.) hat LS Telcom, Software- und Systemanbieter für die effiziente Nutzung von Funkfrequenzen, den Aktionären schlechte Nachrichten übermittelt. Während der Umsatz auf 17,1 Mio. Euro (HJ 2024/25: 17,7 Mio. Euro) zurückging, sank das Nettoergebnis auf minus 1,5 Mio. Euro (HJ 2024/05: minus 1,1 Mio. Euro).

Schutz kritischer Infrastrukturen

Das hatten sich die Anteilseigner anders vorgestellt. Denn das Unternehmen bietet ein Leistungsportfolio, das in der aktuellen politischen Gemengegelage doch eher gefragt sein sollte. Die Lösungen von LS Telcom werden unter anderem zur Erstellung elektromagnetischer Lagebilder genutzt, um beispielsweise kritische Infrastrukturen zu schützen. Das sollte vor dem Hintergrund extremistischer Sabotageakte doch ein gefragtes Angebot sein.

Endspurt zum Ziel

Während das klassische Geschäft im öffentlichen Bereich laut Unternehmensangaben unter der Investitionszurückhaltung bei Behörden und Ministerien litt, zeigte die Entwicklung im Bereich Defense und bei kritischen Infrastrukturen schon Fortschritte. Ein bereits akquiriertes Projekt aus dem Mittleren Osten wird derzeit umgesetzt, zudem gab es Aufträge im NATO-Bereich für die Unterstützung von Missionen. Vor diesem Hintergrund ist das Management trotz des schwächeren ersten Halbjahres unverändert zuversichtlich, die Ziele für 2025/26 zu erreichen.

Fazit

Das Geschäft von LS Telcom hört sich spannend an. Wichtiger als Spannung ist jedoch die Prognosezuverlässigkeit. Für 2025/26 stehen ein Umsatzziel von 37 bis 42 Mio. Euro und ein EBIT von 0,4 bis 1,6 Mio. Euro im Feuer. Im Vorjahr erreichte das Unternehmen ein EBIT von 0,7 Mio. Euro, so dass selbst Zielerreichung am unteren Ende nicht zu Jubelstürmen führen dürfte. Allerdings hat das Unternehmen von 2023/24 auf 2024/25 einen kräftigen Ergebnisswing auf das Parkett gelegt. Dieser belegte ein deutlich verbessertes Management der Kosten. Im aktuellen geopolitischen Umfeld ist das Papier nicht uninteressant. Noch überwiegen die Briefseiten im Orderbuch, die Liquidität ist dünn und auch der Spread ist mit gut 5 Prozent alles andere als einladend.

Auch Masterflex hat in den letzten Jahren die Profitabilität deutlich verbessert, wovon die Aktie vor allem 2025 profitiert hat.  Nun könnte der anstehende Halbjahresbericht für einen neuen Schub sorgen: zum Artikel

Bei Pentixapharm ist dieser Impuls bereits gekommen: Die vollständig platzierte Kapitalerhöhung nimmt der Equity-Story eine zentrale Unsicherheit, sichert die Finanzierung der wichtigen PANDA-Phase-3-Studie ab und eröffnet strategische Spielräume: zum Artikel

Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.520 Prozent oder 14,2 Prozent p.a. (Stand: 11.07.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.

Erstellung am 28.07.26 um 16:10 Uhr.

Bitte beachten Sie auch unsere Informationen zur SmartCaps-Redaktion, insbesondere zu Arbeitsmethoden und zu potenziellen Interessenkonflikten, sowie unseren Disclaimer/Haftungsausschluss: zum Artikel

SmartCaps-Newsletter – Investieren in Small & Mid Caps