Mutares: Etwas Entscheidendes fehlt noch


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Mutares: Etwas Entscheidendes fehlt noch

Der Halbjahresgewinn von Mutares wirkt auf den ersten Blick enttäuschend – entscheidende Ergebnisbeiträge aus dem NEM-Verkauf fehlen jedoch noch. Gelingt in den kommenden Monaten der Abschluss des Großdeals sowie weiterer Exits, könnte die Aktie vor einer Neubewertung stehen.

Mit Spannung waren die Halbjahreszahlen von Mutares erwartet worden. Vor allem sollte der Bericht Aufschluss darüber geben, wie stark sich der Verkauf der Beteiligung NEM Energy an Hyundai Heavy Industries Power Systems bereits in den Gewinnzahlen niederschlägt, denn immerhin steht bei dem Deal ein Brutto-Unternehmenswert im deutlich dreistelligen Millionenbereich im Raum. Genau darauf müssen Anleger allerdings weiter warten, denn das Closing des bislang größten Exits des Jahres steht noch aus,

Entsprechend schwach fällt der Holding-Gewinn im ersten Halbjahr aus. Mit lediglich 6 Mio. Euro nach 70 Mio. Euro im Vorjahr vermittelt das Zahlenwerk auf den ersten Blick ein enttäuschendes Bild. Dass das Management seine Prognose für den Holding-Gewinn von 165 bis 200 Mio. Euro dennoch bestätigt, spricht für großes Vertrauen in einen zeitnahen Abschluss der Transaktion. Gleichzeitig deutet die Prognose darauf hin, dass Mutares auch bei weiteren Beteiligungen vor lukrativen Verkäufen stehen könnte. Insbesondere mit Efacec und Magirus sind zwei heiße Eisen im Feuer.

Auch operativ entwickelt sich das Geschäft in die richtige Richtung. Der Konzernumsatz legte im ersten Halbjahr zwar „nur“ um knapp 9 Prozent auf 3,4 Mrd. Euro zu, dennoch wurde die Jahresprognose von 7,9 bis 9,1 Mrd. Euro bestätigt. Einen mächtigen Schub wird insbesondere die inzwischen abgeschlossene Übernahme des Geschäftsbereichs Engineering Thermoplastics in Amerika und Europa von SABIC bringen. Dabei handelt es sich um die größte Akquisition der Unternehmensgeschichte, die allein rund 2 Mrd. Euro Jahresumsatz beisteuert.

Ebenso erfreulich sind die Fortschritte bei der operativen Sanierung des Portfolios. Das um Transaktionseffekte bereinigte EBITDA drehte binnen Jahresfrist von einem Verlust von 89 Mio. Euro auf einen Gewinn von 67 Mio. Euro. Damit wird deutlich, dass die Restrukturierungsmaßnahmen zunehmend Wirkung entfalten – eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche und margenstarke Unternehmensverkäufe.

Diese Entwicklung spiegelt sich inzwischen auch in der Exit-Pipeline wider. Während Mutares vor einem Jahr 11 Beteiligungen mit einem Umsatz von 870 Mio. Euro und einem bereinigten EBITDA von 39 Mio. Euro dem Stadium der Exit-Reife („Harvesting“) zuordnete, sind es inzwischen 13 Unternehmen mit einem Umsatz von 1,2 Mrd. Euro und einem bereinigten EBITDA von 88 Mio. Euro. Das Potenzial für weitere wertschaffende Verkäufe ist damit spürbar gestiegen.

Der Investment-Case von Mutares bleibt damit grundsätzlich intakt. Die operative Entwicklung zeigt in die richtige Richtung, die Exit-Pipeline gewinnt an Qualität und die Bewertung erscheint mit einem KGV von rund 4 unverändert günstig. Der Aktie fehlt derzeit allerdings noch der entscheidende Nachweis, dass sich diese Fortschritte zeitnah in substanziellen Veräußerungsgewinnen niederschlagen. Gelingt neben dem Closing des NEM-Verkaufs auch der Abschluss weiterer attraktiver Exits, dürfte die aktuelle Bewertung kaum Bestand haben. Bleiben größere Transaktionen aus, dürfte die Seitwärtsbewegung der vergangenen Monate anhalten.

Auch die clearvise-Aktie, die weit unter dem NAV notiert, ist ausgesprochen günstig. Doch wie bei Mutares scheinen die Anleger auch hier noch auf eine wichtige Nachricht zu warten: zum Artikel

Auch die Aktie von 2G Energy hat zuletzt kräftig korrigiert. Da das Unternehmen jedoch über sehr vielversprechende Perspektiven verfügt und weiterhin einen starken Auftragseingang verzeichnet, könnte sich daraus eine neue Einstiegsgelegenheit ergeben: zum Artikel

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Erstellung am 05.08.26 um 12:50 Uhr.

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