Wacker Chemie: Deshalb steigt die Aktie jetzt


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Wacker Chemie: Deshalb steigt die Aktie jetzt

Neue Impulse für die Aktie von Wacker Chemie: Die USA planen wohl mit neuen Zöllen und Mindestpreisen auf Polysilicium. Für Wacker ist das eine gute Nachricht.

Laut Medienberichten planen die USA mit neuen Zöllen. Diesmal betroffen: Polysilicium. Hintergrund der Maßnahme soll es sein, den heimischen Markt gezielt vor der Konkurrenz aus China zu schützen. Polysilicium wird zur Herstellung von Wafern benötigt, die wiederum die Grundlage für Solarzellen in der Photovoltaik und für Speicherchips in Elektrogeräten darstellen.

Profiteur von Schutzzöllen

Grundsätzlich sollte eine Nachricht über neue Zölle und Mindestpreise alles andere als kurstreibend sein. Bei Wacker ist der Fall jedoch etwas anders gelagert. Denn Wacker besitzt bereits Produktionskapazitäten in den USA und gilt als einer der weltweit größten Produzenten außerhalb von China. Im Geschäftsjahr 2025 entfielen 16,1 Prozent der Konzernumsätze auf das Segment Polysilicon, in dem überwiegend Polysilicium für Solar- und Halbleiteranwendungen produziert wird.

Finanzielle Auswirkungen offen

Nachdem die Q2-Zahlen von Wacker Ende Juli wenig euphorisch aufgenommen wurden, gab die jüngste Nachricht der Aktie wieder neuen Schub. Doch noch ist nichts in Stein gemeißelt. Daher ist völlig offen, ob und wenn ja, wann sich diese Entwicklung in den Zahlen widerspiegeln wird. Für das Gesamtjahr 2026 hatte Wacker die Umsatzprognose etwas zurückgenommen, das Ziel für das EBITDA aber auf eine Spanne von 625 bis 750 Mio. Euro (zuvor: 550 bis 700 Mio. Euro) angehoben.

Fazit

Dass es um die Binnenkonjunktur in Deutschland noch nicht zum Besten bestellt ist und auch die zyklischen Chemiebranche hiervon tangiert wird, spielt aktuell wohl keine Rolle. Sollte es tatsächlich zu Beschränkungen bei der Einfuhr von Polysilicium in die USA kommen, wäre Wacker ein Profiteur. Die Aktie hat sehr positiv auf die Nachricht reagiert und ist technisch aus dem kurzfristigen Abwärtstrend ausgebrochen. Mit diesem Rückenwind könnte nun sogar das Jahreshoch wieder angesteuert werden.

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Erstellung am 05.08.26 um 10:30 Uhr.

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