Iran-Konflikt: DAX letztlich tiefer -- Wall Street schließt rot -- Uber übernimmt Delivery Hero -- ASML, VW, IBM, Infineon, Rüstungsaktien, NVIDIA, EVOTEC, BYD, TSMC, Samsung, SK hynix im Fokus
UnitedHealth hebt Jahresprognose nach starkem Quartal an. D-Wave-Aktie wechselt an die NASDAQ. Anthropic treibt IPO voran. SpaceX: Cathie Wood greift trotz Rekorftief zu. S&P kappt Commerzbank-Ausblick. Novo Nordisk: EU gibt grünes Licht für Wegovy-Pille. ABB mit Miliardenzukauf. IEA warnt vor Ölpreisschock. AST SpaceMobile-Aktie bricht wegen Verwässerungssorgen ein. Micron, Intel, AMD & Co. von Gewinnmitnahmen belastet.
Der DAX war mit einem minimalen Plus in den Handel eingestiegen, im Verlauf war ein Minus zu sehen, das am frühen Nachmittag größer wurde. Schlussendlich ging er 0,34 Prozent tiefer bei 24.915,49 Punkten aus dem Handel.
Die Hängepartie am deutschen Aktienmarkt ging damit auch am Donnerstag weiter. Seit vergangener Woche schon pendelt das Börsenbarometer in einer engen Spanne um die runde 25.000-Punkte-Marke.
Analyst Martin Utschneider von Robomarkets sprach denn auch von einer "richtungslosen Grundtendenz". Dieser bleib der DAX auch an diesem Donnerstag treu, zumal er sich auch am Vortag nicht aus seiner jüngsten Seitwärtsspanne habe lösen können. Das belege eine "ausgeprägte Unentschlossenheit der Marktteilnehmer".
Impulse setzte die Saison der Quartalsbilanzen der Unternehmen, die allerdings erst in der kommenden Woche allmählich Fahrt aufnimmt.
Auf Branchenebene sorgten zudem aktuelle Sorgen vor einer Überhitzung im Halbleiter- und Technologiesektor für Gewinnmitnahmen, was die bisherigen Jahrestreiber aus dem Infrastruktur- und KI-Bereich ausbremste und insbesondere in Asien für kräftige Verluste und damit schwache Vorgaben für den heimischen Aktienmarkt sorgte.
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Der EURO STOXX 50 zeigte sich zum Start etwas höher, im Verlauf waren jedoch Abschläge zu sehen. Zum Ende der Sitzung notierte er 0,05 Prozent höher bei 6.268,49 Punkten.
Europas Börsen bauten die Verluste im Handel weiter aus. Der Konflikt um die Straße von Hormus setzt sich fort, eine Lösung zeichnet sich derzeit nicht ab, wenngleich die Anleger offenbar weiter nicht davon ausgehen, dass sich der Konflikt länger hinziehen wird. In Asien hat sich der Kursrutsch der KI-nahen Technologieaktien derweil fortgesetzt. Seit den Quartalszahlen und dem Ausblick von IBM hatten sich die Abgaben massiv verstärkt. Ansonsten setzte die Berichtssaison zunehmend Akzente.
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Der Dow Jones Industrial notierte zur Eröffnung höher und legte zunächst auch weiter etwas zu, bevor er in die Verlustzone absackte. Letztendlich ging er 0,2 Prozent leichter bei 52.553,62 Punkten in den Feierabend.
Für die US-Aktienmärkte spielte sich am Donnerstag ein schwächerer Handel ab, wobei insbesondere Halbleiterwerte unter der erlahmenden KI-Rally litten; selbst starke TSMC-Zahlen blieben wirkungslos.
Zusätzlicher Druck kam von robusten Konjunkturdaten: Die im Juni erwartungsgemäß gestiegenen Einzelhandelsumsätze, überraschend starke Philadelphia-Fed-Daten und rückläufige Arbeitslosenhilfe-Erstanträge schüren Zinssorgen. In der Folge kletterte die Rendite zehnjähriger US-Anleihen. Für Wachstumsaktien aus dem Tech-Sektor ist dies doppelt negativ, da steigende Zinsen den Barwert zukünftiger Gewinne schmälern und die Finanzierungskosten in die Höhe treiben.
Am Rohstoffmarkt legten die Ölpreise nach Verlusten wieder zu, gestützt durch anhaltende US-Militärschläge im Iran und die fortgesetzte Blockade der Straße von Hormus.
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Der Nikkei 225 gab deutlich nach und verlor am Donnerstag 2,79 Prozent auf 66.835,54 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland waren unterdessen ebenfalls Verluste zu sehen: Der Shanghai Composite büsste 1,85 Prozent auf 3.882,41 Indexpunkte ein.
Gegen den Trend fester präsentierte sich der Markt in Hongkong, wo der Hang Seng 1,35 Prozent auf 25.014,91 Zähler gewann.
Einen krassen Kurseinbruch erlebten unterdessen die Aktien in Südkorea: Der KOSPI fiel weitere 6,37 Prozent auf 6.820,60 Einheiten.
Verkäufe dominierten am Donnerstag das Geschehen an den Aktienmärkten in Ostasien. Auf die Stimmung drücken die fortgesetzten gegenseitigen Attacken im Iran-Krieg, auch wenn sich die Ölpreise darauf zuletzt nicht weiter nach oben bewegten. Dazu hat die koreanische Notenbank erstmals seit dreieinhalb Jahren die Zinsen erhöht, um der zu hohen Inflation zu begegnen. Der Schritt wurde allerdings allseits erwartet. Der Leitzins liegt nun 25 Basispunkte höher bei 2,75 Prozent.
Ausreißer nach unten war Korea. Dort setzt sich die extrem volatile Berg- und Talfahrt der vergangenen Wochen mit einer Talfahrt fort, wie zuletzt bereits des Öfteren musste der Handel zweitweise wegen zu starker Kursbewegungen vorübergehend ausgesetzt werden.
Der Ausverkauf - insbesondere bei Techaktien und im Halbleiterbereich - spiegelt laut Händlern die wachsende Besorgnis der Anleger wider, dass die KI-getriebene Rally bei Halbleitern überzogen ist. Zugleich machten Halbleiter inzwischen einen außergewöhnlich großen Anteil an den wichtigsten Aktienindizes aus. Dies sei ein Konzentrationsniveau, das historisch schwer aufrechtzuerhalten sei.
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Donnerstag mit Verlusten.
Der TecDAX war minimal tiefer gestartet, hier wurden die Verluste im Verlauf ebenfalls deutlicher ausgebaut. Er schloss den Tag -0,94 Prozent schwächer bei 3.773,81 Zählern ab.
Anleger an den europäischen Aktienmärkten übten sich auch am Donnerstag in Zurückhaltung.
Die Wall Street tendierte am Donenrstag abwärts.
Der Technologiewerteindex NASDAQ Composite startete bereits tiefer in den Tag und bewegte sich auch im weiteren Verlauf im Minus. Zum Handelsende wurden Verluste in Höhe von 1,47 Prozent bei 25.881,95 Zählern verzeichnet.
Mit unterschiedlichen Vorzeichen zeigten sich die Börsen in Fernost im Handel am Donnerstag.
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