Siltronic: Reicht die Kraft?


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Siltronic: Reicht die Kraft?

Die Siltronic-Aktie hat die Turbo-Kapitalerhöhung vom Wochenanfang bestens weggesteckt. Einzig aus den USA kommt etwas Gegenwind.

Das Management von Siltronic hat das Kursniveau genutzt, um eine Barkapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts zu platzieren. Zu Wochenbeginn wurde das Grundkapital um 10 Prozent erhöht, wodurch dem Unternehmen ein Bruttoerlös von 273 Mio. Euro zufloss. Mit 91 Euro bot der Platzierungspreis zudem den üblichen Zeichnungsanreiz für die Zeichner.

Echte Wachstumsfinanzierung

Dass Unternehmen eine Kapitalerhöhung stets als Wachstumsfinanzierung bezeichnen, ist ein alter Hut. Meist stimmt das sogar – und im Fall von Siltronic wusste der genannte Verwendungszweck die Investoren durchaus zu überzeugen. Denn Siltronic setzt bei den Siliziumwafern verstärkt auf den 300 mm-Bereich. Hier zieht – im Gegensatz zu den 200 mm-Wafern – das Geschäft nämlich kräftig an. Hierfür wird zudem die Fabrik in Singapur hochgefahren, die das weitere Wachstum mittragen soll.

Bewertung ist relativ

Oft wird die Bewertung der Aktie kritisiert. Eine isolierte KGV-Betrachtung zielt dabei zu kurz. Denn während das aktuelle KGV sogar negativ ist, gilt eine Marktkapitalisierung von gut 3,1 Mrd. in der Branche noch immer als gering. Das soll die Risiken, die besonders bei Aktien bestehen, die viel Zukunftsfantasie im Kurs eingepreist haben, aber nicht schmälern. Aussagen zur Branche können immer wieder zu erratischen Kursbewegungen führen. Erst gestern warnte die US-Regierung den Anlagenbauer ASML vor Lieferungen an China.

Fazit

In einem strukturell wachsenden Halbleitermarkt profitiert Siltronic von der Nachfrage nach Siliziumwafern aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz, der Digitalisierung und der Elektromobilität. Das gilt besonders für die 300 mm-Wafer. Insofern wurde der Schritt, neues Kapital am Markt aufzunehmen und genau diesen Bereich weiter zu stärken, insgesamt positiv von den Investoren aufgenommen. Technisch gilt es, die Marke um 92/93 Euro zu verteidigen. Bei anhaltendem Rückenwind vom Markt könnte dann der Sprung über die 100 Euro erneut gelingen. Gefährlich dürfte es erst wieder werden, wenn die 85 Euro-Marke ins Visier genommen wird.

Überzeugend sind auch die Wachstumsaussichten von Daldrup & Söhne, wo der Vorstand im Rahmen des Kapitalmarkttages u.a. die Hoffnungen bezüglich weiterer Großauftäge gestützt hat:  zum Artikel

Auf ein positives Momentum hoffen derweil auch die Aktionäre von B+S Banksysteme. Denn die Aktie kommt trotz sehr überzeugender Fundamentaldaten nicht richtig voran. Woran das liegen und, vor allem, wann sich das ändern könnte: zum Artikel

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Erstellung am 19.6.26 um 10:59 Uhr.

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