Teamviewer: Das ist jetzt die richtige Strategie
SmartCaps ist ein Angebot des redaktionellen Partners StockXperts.
finanzen.net GmbH ist für die Inhalte dieses Artikels nicht verantwortlich.
Die Teamviewer-Aktie hat nach Vorlage der Halbjahreszahlen den steilen Kursanstieg fortgesetzt. Während technisch das Chartbild verlockend ist, bleiben fundamental noch Fragen.
Sich gegen den Trend zu stellen, kann am Kapitalmarkt teuer werden. Die Teamviewer-Aktie ist da ein gutes Beispiel. War es bis zum Ende des ersten Quartals 2026 der Abwärtstrend, der jeglichen Erholungsversuch im Keim erstickte, ist es nun die Aufwärtsbewegung, die scheinbar alle Hürden reißt. Operativ ist CEO Oliver Steil sicher, den Wendepunkt im Bereich Digital Employee Experience (DEX) und eine Stabilisierung im SMB-Geschäft bei kleineren und mittleren Unternehmen geschafft zu haben.
Umsatz steigt leicht
Umsatzseitig erreichte das Unternehmen im ersten Halbjahr 2026 gerade einmal einen Zuwachs um 0,4 Prozent auf 365,9 Mio. Euro. Isoliert betrachtet gab es im Q2 sogar einen Rückgang um 4,1 Prozent. Das operative Halbjahresergebnis wiederum kletterte um 1,7 Prozent auf 119,1 Mio. Euro. Beim Gewinn vor Steuern sieht das schon anders aus: Der kam nämlich um satte 18 Prozent auf 95,3 Mio. Euro voran. Unterm Strich steht folglich ein Konzernergebnis zum Halbjahr von 64,3 Mio. Euro. Das entspricht einem Zuwachs um über 23 Prozent.
Hilfe von der Währung
Dass sich auf Nettobasis der Gewinn derart stärker als auf operativer Basis entwickelt hat, ist aber vorrangig dem Währungsergebnis zu verdanken. Belastete dieses im Vorjahreszeitraum noch mit minus 14,4 Mio. Euro, waren es aktuell nur minus 2,1 Mio. Euro. In der Bilanz ist die Eigenkapitalquote weiter auf fast 15 Prozent (31.12.2025: 9,8 Prozent) gestiegen. Dennoch macht das Eigenkapital zum Halbjahr gerade einmal rund 22 Prozent des auf der Aktivseite bilanzierten Goodwills aus. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass jeder Neuauftrag für 1E das Risiko für Wertberichtigungen reduziert. Die endgültige Entscheidung jedoch treffen die Wirtschaftsprüfer.
Fazit
Obwohl das Unternehmen unter dem Strich bereits in den Vorquartalen gutes Geld verdient hat, wurde das Papier bis auf fast 4 Euro herunter geprügelt. Deshalb ist der aktuelle Aufwärtstrend eine überfällige Erholung. Hinzu kommt ein Stimmungswechsel in der Software-Branche, getrieben vom Schwergewicht SAP. Teamviewer könnte 2026 tatsächlich ein einstelliges KGV aufweisen – sofern es zu keinen Wertberichtigungen und keinen neuen Belastungen über die Währung kommt. Ein nachhaltiger Sprung über 6,55 Euro könnte technisch sogar Potenzial für ein Gap-Closing nach den Geschäftszahlen im Oktober 2025 bieten. Ob das Unternehmen jedoch nachhaltig die operative Wende geschafft hat, muss sich erst noch zeigen.
Während TeamViewer die operative Trendwende erst noch nachhaltig bestätigen muss, geht es bei Masterflex längst um den nächsten Wachstumsschritt. Die anstehenden Halbjahreszahlen könnten dafür den Takt vorgeben: zum Artikel
Bei Pentixapharm könnte der Knotenlöser bereits da sein: Die vollständig platzierte Kapitalerhöhung nimmt der Equity-Story nämlich eine zentrale Unsicherheit, sichert die Finanzierung der wichtigen PANDA-Phase-3-Studie ab und eröffnet strategische Spielräume: zum Artikel
Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.520 Prozent oder 14,2 Prozent p.a. (Stand: 11.07.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.
Erstellung am 29.07.26 um 12:22 Uhr.
Bitte beachten Sie auch unsere Informationen zur SmartCaps-Redaktion, insbesondere zu Arbeitsmethoden und zu potenziellen Interessenkonflikten, sowie unseren Disclaimer/Haftungsausschluss: zum Artikel