DAX geht über 25.000 Punkten ins Wochenende -- US-Börsen schließen uneinheitlich -- VW mit schwachen Zahlen -- SAP übertrifft Erwartungen -- Novo Nordisk, Intel, Allianz, HSBC, BMW im Fokus


Newmont verbucht Rekord-Cashflow trotz Goldpreis-Korrektur. adidas sackt ab: Anleger vermissen positive Signale. Erster Cash-Burn bei Alphabet setzt Big Tech- unter Druck. GE Healthcare bestätigt Prognose - CFO geht. ATOSS Software: Cloud-Geschäft treibt Wachstum. Analyst hebt Wahrscheinlichkeit einer SpaceX-Fusion mit Tesla auf 90 Prozent.


Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich zum Wochenschluss fester.

So gewann der DAX bereits zu Beginn und verbuchte auch im Anschluss deutlichere Aufschläge. Letztendlich ging er 1,36 Prozent höher bei 25.099 Punkten in den Feierabend.
Der TecDAX notierte zum Börsenstart dagegen im Minus und drehte dann auf grünes Terrain, wo er die Woche 1,9 Prozent im Plus bei 3.770 Zählern beendete.

Nach dem Kursrutsch vom Vortag erholte sich der DAX zum Wochenschluss deutlich. Am Donnerstag war der DAX unter die 21- und die 50-Tage-Linie gerutscht und hatte sich damit dem tiefsten Stand seit Ende Juni angenähert. Diese Durchschnittslinien gelten als Indikatoren für den kurz- beziehungsweise mittelfristigen Trend am Aktienmarkt. Eine technische Unterstützung liegt bei etwa 24.700 Punkten.

Fundamental blieb das Bild allerdings trüb. Neue Zweifel an KI-Investitionen und die Kriegslage im Nahen Osten belasteten die Anleger zum Wochenende hin gleich mehrfach. US-Präsident Donald Trump setzte seine Angriffe auf den Iran mittlerweile die 13. Nacht in Folge fort und erhöht damit weiter den Druck im Konflikt um die Straße von Hormus. Zusätzlich verschärft wurde die Lage durch Angriffe der Huthi-Milizen auf saudi-arabische Schiffe im Roten Meer. Der Ölpreis der Nordsee-Sorte Brent notiert wieder über der Marke von 100 US-Dollar.

Hinzu kam, dass die USA neue Zölle gegen 60 Handelspartner verhängen, darunter auch gegen Waren aus der Europäischen Union. Begründet wird dies diesmal mit angeblich unzureichenden Maßnahmen der betroffenen Länder gegen Zwangsarbeit. Diese neuen Abgaben ersetzen jedoch lediglich die auslaufenden Zölle, die Trump nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs kurzfristig eingeführt hatte, erklärte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Da es sich damit nicht um zusätzliche Belastungen handele, dürften die neuen Zölle an den Börsen keine großen Bewegungen auslösen.

Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken



Die europäischen Aktienmärkte bewegten sich im Handel am Freitag in der Gewinnzone.

Der EURO STOXX 50 startete die Sitzung minimal tiefer und legte im weiteren Handelsverlauf zu. Zum Sitzungsende notierte er 1,14 Prozent fester bei 6.280,94 Punkten.

Nach dem deutlichen Rücksetzer vom Vortag zeigten sich die europäischen Aktienmärkte zum Wochenausklang mit Gewinnen. Bei den Ölpreisen dürfte es sich trotz der Abgaben vor allem um eine technische Gegenbewegung handeln, nachdem Brent erstmals seit zwei Monaten wieder über die Marke von 100 Dollar pro Barrel gestiegen war. Begrenzt werden die Abgaben durch die wachsende Sorge vor Lieferunterbrechungen im Nahen Osten. US-Präsident Donald Trump kündigte zudem an, den Iran künftig für Angriffe der Huthi-Milizen verantwortlich zu machen, nachdem die Gruppe zwei saudi-arabische Tanker im Roten Meer beschossen hatte. Die Analysten von ANZ Research verweisen darauf, dass die Feindseligkeiten im Roten Meer Sorgen vor weiteren Versorgungsengpässen geschürt hätten. Die Route gilt als Ausweichstrecke, über die Saudi-Arabien seit der Sperrung der Straße von Hormus Öl exportiert.

Hinzu kam die erwartete Fortsetzung der US-Zölle: Die USA kündigten neue Abgaben von 10 bis 12,5 Prozent gegenüber wichtigen Handelspartnern an, die die Trump-Regierung mit dem Kampf gegen Zwangsarbeit begründet. Die neuen Zölle sollen den befristeten globalen Zollsatz von 10 Prozent ersetzen, der am Freitag ausläuft.

Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken



Die US-Börsen beendeten die Sitzung am Freitag mit unterschiedlichen Vorzeichen.

Der Dow Jones Industrial zeigte sich überwiegend in der Gewinnzone und legte zum Handelsende um 0,46 Prozent auf 51.947,25 Punkte zu.
Der technologielastige NASDAQ Composite verlor zum Sitzungsende unterdeseen 0,64 Prozent und ging bei 24.975,82 Zählern ins Wochenende.

Anleger reagierten mit einer gewissen Erleichterung auf die wieder rückläufigen Ölpreise. So sank der Preis für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent deutlich unter 100 US-Dollar. An der überwiegend mit Technologie-Aktien bestückten Nasdaq dagegen herrschte ungeachtet der starken Quartalsbilanz von Intel weiter Vorsicht nach dem starken Lauf von Aktien mit KI-Bezug.

Dass die Ölpreise wieder sanken, begründeten Marktbeobachter mit Gewinnmitnahmen, denn die kriegerischen Auseinandersetzungen in Nahost gehen unvermindert weiter. Inzwischen versucht US-Präsident Donald Trump im Konflikt um die Straße von Hormus, den Druck auf den Iran zu erhöhen.

Entsprechend sehen Experten an den US-Börsen noch keine Rückkehr zu größerer Risikobereitschaft. Diesbezüglich basieren derzeit Hoffnungen vor allem auf der Fahrt aufnehmenden Berichtssaison. Nach den Sorgen, die am Vortag vom Google-Mutterkonzern Alphabet und dem Elektroautobauer Tesla bestärkt wurden, gab es nun zwar Erfreulicheres von Intel und der deutschen SAP, dennoch entschieden sich Anleger in der Techbranche eher für Gewinnmitnahmen.

Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken



Am Freitag zeigten sich die Börsen in Fernost tiefrot.

Der Nikkei 225 verlor letztlich kräftige 2,73 Prozent auf 64.611,15 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland war ebenso ein deutliches Minus zu sehen: Der Shanghai Composite gab 1,61 Prozent auf 3.814,20 Zähler ab.

Mit Abgaben präsentierte sich auch der Markt in Hongkong, wo der Hang Seng 0,98 Prozent auf 24.963,23 Einheiten verlor.

Die Börsen in Ostasien gerieten am Freitag deutlich unter Druck. Grund war die erneute Zuspitzung im Handelskonflikt zwischen den USA und mehreren Ländern. US-Präsident Donald Trump kündigte neue Importzölle in Höhe von 10 bis 12 Prozent an - diesmal mit der Begründung, die betroffenen Staaten würden nicht ausreichend gegen Zwangsarbeit vorgehen. Die neuen Abgaben treten an die Stelle befristeter Zölle von 10 Prozent, die am Freitag auslaufen. Diese waren eingeführt worden, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA einen Großteil der zuvor von Trump verhängten Zölle gekippt hatte.

Zusätzlich belastete der anhaltende Konflikt um den Iran die Marktstimmung, der sich mittlerweile auch auf das Rote Meer ausgeweitet hat. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen griffen dort saudi-arabische Tanker an. Die Route durchs Rote Meer galt als Ausweichstrecke für Öltransporte, nachdem die Straße von Hormus zuvor blockiert worden war. Trump kündigte an, den Iran künftig für Angriffe der Huthis verantwortlich zu machen.

Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken

Top Themen

News-Ticker

Weitere anzeigen

Legende

= Top-News
= Wichtige Nachrichten