US-Börsen schließen im grünen Bereich -- DAX geht kaum verändert ins Wochenende -- Apple und Amazon: Umsatz und Gewinn über Erwartungen -- Ballard Power enttäuscht -- Gold, SpaceX, HENSOLDT im Fokus


Novo Nordisk erleidet Entwicklungsfehlschlag bei möglichem Herzmedikament. Chevron verdient deutlich mehr als erwartet. Moderna bleibt in der Verlustzone. Schaeffler kappt Mittelfristziele. Analyst sieht Potenzial bei Shopify. Trump verkündet Einigung auf vollständige Entwaffnung der Hamas. Siemens Healthineers senkt Wachstumserwartung erneut.


Der deutschen Aktienmarkt konnte seine Gewinne am Freitag nicht wirklich verteidigen.

So eröffnete der DAX mit einem Gewinn und baute diesen anschließend aus. Zeitweise robbte er sich mit einem Tageshoch von 25.891,51 Zählern nah an seine Bestmarke heran. Gegen Mittag wurden die Gewinne jedoch sichtlich kleiner, zeitweise ging es sogar ins Minus. Letztlich blieb ein minimales Plus von 0,07 Prozent bei 25.629,24 Punkten zurück.
Der TecDAX konnte nach einem kaum veränderten Start im weiteren Handelsverlauf klar ins Plus drehen. Auch hier verblieb zum Handelsschluss nur noch ein kleiner Zuschlag von 0,07 Prozent bei 3.831,94 Zählern übrig.

Eine beeindruckende Erholung von Technologieaktien in den USA und Asien hat dem deutschen Aktienmarkt am Freitag zeitweise Auftrieb geben. Unterstützung kam zudem von den weiter spürbar sinkenden Ölpreisen, auch wenn die Lage im Nahen Osten weiter angespannt bleibt.

Aktien-Stratege Mislav Matejka von JPMorgan hob in einer Analyse die bisher gut laufende Berichtssaison auf beiden Seiten des Atlantiks hervor. Das Gewinnwachstum sei besser als am Markt erwartet. Alle Sektoren in den USA und fast alle in Europa zeigten ein im Vergleich zum Vorjahresquartal höheres Wachstum beim Ergebnis je Aktie.

Wie in den USA und Asien legten auch hierzulande vor allem Technologieaktien wieder spürbar zu, wobei vor allem auf starke Vorgaben von US-Techgiganten verwiesen wurde. Dort hatten jüngst erst Microsoft und am Vorabend nach Börsenschluss dann auch Amazon mit ihren Quartalsberichten überzeugt.

US-Präsident Donald Trump hat derweil eine Einigung auf eine "vollständige Entwaffnung" der mit Israel verfeindeten Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen verkündet. Im Gegenzug würden die israelischen Streitkräfte aus dem Küstengebiet abziehen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

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Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich am Freitag von ihrer freundlichen Seite.

So startete der EURO STOXX 50 etwas höher und zog im Anschluss an. Letztlich wurden die Gewinne jedoch wieder kleiner, sodass lediglich ein Gewinn von 0,17 Prozent bei 6.355,13 Punkten verblieb.

Amazon, Apple und Sony haben in der Nacht ihre Quartalsergebnisse vorgelegt. Die soliden Zahlen der großen US-Technologiekonzerne haben vorerst die Bedenken der Investoren bezüglich der Wirtschaftlichkeit der enormen Rechenzentrums-Investitionen gedämpft. Die Analysten von Commerzbank Research kommentierten, dass die besseren Ergebnisse von Amazon nach US-Handelsschluss die Einschätzung stützen, wonach Investitionen im KI-Bereich weiterhin auf solide Nachfrage und gute Erträge treffen.

Allerdings gibt es auch kritischere Einschätzungen, etwa von Trust Wealth: Der Analyst geht davon aus, dass der Bullenmarkt zwar grundsätzlich Bestand hat, sich aber - wie erwartet - eine unruhigere zweite Jahreshälfte abzeichnet, weil Unsicherheiten rund um KI und Technologiewerte, geopolitische Spannungen und steigende Zinsen nun gleichzeitig auf die Märkte einwirken.

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Die US-Börsen schlossen am Freitag mit höheren Notierungen.

Der Dow Jones Industrial drehte nach anfänglichen Verlusten in die Gewinnzone und legte um 0,53 Prozent auf 52.485,03 Punkte zu.
Der technologielastige NASDAQ Composite zeigte sich ebenfalls freundlich und verbesserte sich um 1,00 Prozent auf 25.373,85 Zähler.

Zum Juli-Abschluss haben die US-Börsen am Freitag weiter zugelegt. Anleger brauchten etwas Zeit, um die besonders rasante Erholung an der Nasdaq-Börse vom Vortag zu verarbeiten. Im frühen Handel waren die Aufschläge deutlich, eine Zeit lang mussten die Indizes dann aber um ihre Gewinne kämpfen. Zwei Stunden vor Schluss sah das Bild dann wieder besser aus - mit den Zahlen des Online-Händlers Amazon als zentraler Stimmungstreiber, während Apple enttäuschte.

Zu Ende ging am Freitag auch der Juli, dies aber mit einem getrübten Bild an der Nasdaq. Während der Dow den Monat 0,3 Prozent höher beendete, blieb für den NASDAQ 100 trotz der jüngsten Erholung ein deutlicher Abschlag von 6,6 Prozent in den Büchern. Er war zuletzt schwer gezeichnet von Sorgen um den KI-Megatrend.

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An den Börsen in Fernost dominierten am Freitag die Bullen.

Der Nikkei 225 schloss mit einem Gewinn von 4,03 Prozent bei 64.362,02 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland kletterte der Shanghai Composite um 0,72 Prozent auf 3.832,26 Zähler.

In Hongkong zog der Hang Seng zum Handelsende um 0,10 Prozent auf 25.884,43 Einheiten an.

Angeführt von einer extremen Erholungsrally in Südkorea haben sich die asiatischen Aktienmärkte am Freitag überwiegend mit Aufschlägen gezeigt. Vor allem Halbleiter- und Technologiewerte waren gesucht, nachdem diese bereits an der Wall Street am Vorabend das Tableau angeführt hatten. Auch mit Enttäuschung aufgenommene Geschäftszahlen von Apple belasteten die Stimmung im Sektor nicht. Gefeiert wurde dagegen der Geschäftsausweis von Amazon.

In Japan stützten ebenfalls Halbleitertitel, aber auch ein schwächelnder Yen. Denn die japanische Notenbank hat Leitzinsniveau bestätigt, immerhin ein Ratsmitglied stimmte für eine Anhebung der Zinsen. Da die Kernverbraucherpreise im Großraum Tokio im Juli stärker als gedacht gestiegen waren, sorgt die Geldpolitik für etwas Erleichterung. Denn die Zentralbank erklärte, die Risiken für die Inflation seien weiterhin nach oben gerichtet. Dies gilt umso mehr, weil die Industrieproduktion im Juni deutlicher als veranschlagt zugelegt hat.

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