DAX nach neuem Rekord letztlich höher -- US-Börsen enden leichter -- Plug Power reduziert Verluste -- OpenAI, IBM, Vonovia, Hims & Hers, Berkshire, NVIDIA, Palantir, SpaceX, Trump Media, Gold im Fokus


thyssenkrupp nucera rechnet mit noch mehr Verlust. adidas-Aktie: Zahlen und Abstufung belasten weiter. PATRIZIA: Gewinn kräftig gesteigert. Santander plant Aktienrückkauf. Index-Aufstieg für OHB: Klöckner fliegt aus dem SDAX. Glencore steigt in Bieterkampf um Sherritt ein. Kontron: Foxconn-Tochter Ennoconn verfehlt Mehrheit. TAG Immobilien verdient mehr. Dermapharm: Wachstum dank Markenarzneien.


Der deutsche Aktienmarkt verbuchte am Dienstag bei moderaten Gewinnen ein neues Allzeithoch.

Der DAX notierte zur Startglocke etwas fester, sank dann jedoch zunächst unter seinen Vortagesschlusskurs und tendierte im weiteren Handelsverlauf aufwärts. Dabei konnte er bei 26.504,54 Punkten eine neue Bestmarke erklimmen und damit erstmals die 26.500-Punkte-Marke überschreiten. Letztlich schmolz das Kursplus wieder etwas ab, sodass der deutsche Leitindex den Handel mit Aufschlägen von 0,26 Prozent bei 26.391,42 Punkten beendete.
Der TecDAX hat den Handel ebenso knapp im Plus begonnen und pendelte zunächst um die Nulllinie. Anschließend waren hier teils kräftige Kursgewinne zu beobachten, die im Verlauf jedoch etwas kleiner wurden. Sein Schlussstand: 4.090,29 Punkte (+0,56 Prozent).

Der DAX hat am Dienstagnachmittag im Zuge nachgebender Ölpreise ein neues Rekordhoch erklommen. Neue Hinweise auf mögliche Fortschritte bei den Bemühungen um eine Beilegung des Iran-Krieges stützten die Stimmung an den Börsen. Der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja Asif erklärte, die Signale der vergangenen Tage deuteten darauf hin, dass die USA und der Iran "kurz vor einer Art Einigung stehen".

Die Experten der UBS sehen jedoch mögliche Belastungen durch hohe KI-Bewertungen und die Entwicklung der Leitzinsen. Dennoch sprechen aus ihrer Sicht mehrere Faktoren dafür, an den Märkten investiert zu bleiben. Als einen wichtigen Grund nannten die UBS-Fachleute die Entwicklung der Unternehmensgewinne, die insgesamt besser als erwartet ausfielen. Zugleich gehen sie davon aus, dass sich einige der bestehenden Risiken nicht weiter verschärfen dürften. So hätten die jüngsten US-Konjunkturdaten ihre Erwartung einer unveränderten Geldpolitik der US-Notenbank Fed bestätigt. Der Iran-Krieg bleibe zwar ein Unsicherheitsfaktor, die daraus resultierenden Risiken seien jedoch aus Sicht der Experten weiterhin beherrschbar.

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Anleger an den europäischen Aktienmärkten griffen am Dienstag zu.

Der EURO STOXX 50 konnte letztlich Gewinne von 0,26 Prozent bei 6.552,54 Punkten einfahren und verbuchte im Handelsvorlauf sogar ein neues Rekordhoch bei 6.576,30 Stellen. Zuvor bewegte er sich zeitweise nahe der Nulllinie, nachdem er bereits kaum bewegt in den Dienstagshandel einstieg.

Investoren blickten weiter genau auf die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Zuletzt kamen Hinweise auf mögliche Fortschritte bei den Bemühungen um eine Beilegung des Iran-Krieges auf.

Spannung herrschte zudem mit Blick auf anstehende US-Inflationsdaten: Am Mittwoch werden die Verbraucherpreise und am Donnerstag die Erzeugerpreise erwartet. Im Vorfeld legten die Renditen von US-Staatsanleihen über alle Laufzeiten hinweg zu, allen voran am langen Ende.

Zusätzliche Nahrung erhielten die Zinssorgen durch Aussagen von Beth Hammack, der Präsidentin der Federal Reserve Bank von Cleveland. Sie erklärte, dass womöglich mehrere Zinsanhebungen erforderlich seien, um die Teuerung wieder auf das Fed-Ziel von 2 Prozent zu drücken. Dementsprechend preisen die Fed-Funds-Futures für das laufende Jahr derzeit Zinsaufschläge von insgesamt 32 Basispunkten ein.

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Die US-Börsen beendeten den Handel am Dienstag in der Verlustzone.

Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Verlust von 0,34 Prozent bei 53.791,85 Punkten. Er war knapp unterhalb der Nulllinie in den Handelstag eingestiegen und hatte sich dann, nach kleinen Gewinn im frühen Handel, überwiegend moderat im Minus bewegt.
Der technologielastige NASDAQ Composite stand zum Sitzungsende bei 26.445,45 Zählern um 0,60 Prozent tiefer. Er war anfänglich freundlich in die Sitzung gegangen und schwankte dann zunächst um die Nulllinie, bevor er sich klar für den negativen Bereich entschied.

Trotz Hoffnungen auf eine Annäherung zwischen den USA und dem Iran für eine mögliche Beilegung des Iran-Krieges kam bei den US-Anlegern am Dienstag keine richtige Kaufstimmung auf. Das lag wohl auch daran, dass konkrete Fortschritte bislang ausblieben. Das Geschehen am Persischen Golf bleibt somit weiter im Blickpunkt der Anleger.

Im Mittelpunkt der Gespräche steht weiterhin die vollständige Öffnung der Straße von Hormus. Über die wichtige Schifffahrtsroute wird ein großer Teil der Ölexporte aus den Golfstaaten transportiert. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt erklärt, die Handelsroute könne nach einer Minenräumung wieder für den Schiffsverkehr freigegeben werden und werde "zu 100 Prozent" von den USA kontrolliert. Der Iran hatte eine Öffnung der Meerenge dagegen zuvor von Zugeständnissen Washingtons abhängig gemacht.

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Die Börsen in Asien bewegten sich am Dienstag auf tieferem Terrain.

Der Nikkei 225 in Japan stieg am Montag letztlich um 2,08 Prozent auf 66.970,22 Punkte. Am Dienstag findet wegen des Feiertags zum Tag des Berges kein Handel statt.

Auf dem chinesischen Festland wies der Shanghai Composite letztlich bei 3.934,09 Zählern ein Minus von 0,82 Prozent aus.

In Hongkong sank der Hang Seng schlussendlich um 1,1 Prozent auf 25.652,82 Einheiten zu.

Die asiatischen Aktienmärkte zeigten sich am Dienstag mit Verlusten. In Japan blieb der Handel feiertagsbedingt ("Tag des Berges") geschlossen.

Prägend für das verhaltene Handelsgeschehen war die unsichere Lage im Nahen Osten. Während Analyst Frank Sohlleder (ActivTrades) betont, dass völlig offen sei, ob eine neue Eskalation droht oder die Diplomatie die Oberhand behält, verweist Commerzbank-Analyst Jochen Stanzl auf den bevorstehenden Zwischenwahlkampf in den USA. Demnach dürften die USA wirtschaftlichem Druck Vorrang vor militärischen Schritten einräumen, wobei sich erst noch zeigen müsse, ob dies zur Entspannung der Situation beiträgt.

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