Fed-Zinspause hält an: DAX schließt Handel -- US-Börsen tiefrot -- Deutsche Bank: Starkes Quartal -- Rheinmetall: Gewinnsprung -- Amazon, SK hynix, SpaceX, Novo Nordisk, BMW,, NVIDIA, Tesla im Fokus


Samsung mit Rekordgewinn. KI-Boom sorgt für Rekordquartal bei Teradyne. AT&T übernimmt EchoStar. Analysten heben reihenweise die Kursziele für die Coca-Cola-Aktie an. Redcare bestätigt nach starkem Quartal die Jahresprognose. Tilray mit Rekordumsatz zum Jahresende - doch rote Zahlen bleiben. DWS sammelt überraschend viel Anleger-Geld ein.


Der deutschen Aktienmarkt zeigte sich am Mittwoch volatil.

So eröffnete der DAX etwas höher, fiel im weiteren Verlauf vorübergehend auf rotes Terrain und konnte sich dann wieder im Plus etablieren. Am Nachmittag pendelte er dann nur noch um die Nulllinie, wo er den Tag 0,01 Prozent schwächer bei 25.460,48 Punkten beendete.
Der TecDAX startete quasi unverändert, gab dann zunächst nach und konnte im weiteren Verlauf ins Plus drehen. Dort ging er dann mit einem Plus von 0,31 Prozent bei 3.849,12 Punkten aus dem Handel.

Gut aufgenommene Quartalszahlen haben am Mittwoch im DAX der Belastung durch neuerliche Angriffe des Iran im Krieg mit den USA entgegengewirkt.

Erstmals seit dem vorläufigen Stopp der US-Angriffe auf Ziele im Iran haben Teherans Streitkräfte nach Darstellung des US-Militärs mehrere ballistische Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgefeuert. Alle Geschosse seien abgefangen worden, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit, ohne Angabe des Ziels der Angriffe. Das ließ die Preise für Öl und Gas am Mittwoch wieder steigen.

"Die Unruhe ist zurück im Markt", kommentierte Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners die erneute geopolitische Anspannung. Anleger sollten dieses Thema nicht vorschnell abhaken, der Konflikt könne die Weltwirtschaft und die Börsen noch lange beschäftigen.

In den Blick rückt am Abend die Sitzung der US-Notenbank Fed. Bei der zweiten Zinssitzung unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh rechnen Marktbeobachter überwiegend erneut nicht mit keine Änderung beim Leitzins, sodass dieser zum fünften Mal in Folge in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent bleiben dürfte. Die Diskussion über eine mögliche Leitzinserhöhung hat zuletzt aber wieder zugenommen. Der Iran-Krieg sorgt weiter für große Verunsicherung.

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Die europäischen Aktienmärkte tendierten am Mittwoch abwärts.

So startete der EURO STOXX 50 mit einem kleinen Minus und bewegte sich auch im Anschluss moderat in der Verlustzone. Letztlich standen jedoch spürbare Abgaben von 0,71 Prozent auf 6.244,62 Zähler an der Kurstafel.

Weiter im Takt der Berichtssaison ging es auch am Mittwoch mit Europas Börsen. Die Nachrichtenlage war fast identisch zum Vortag, KI-orientierte Werte waren weiter auf dem Rückzug, in Europa stand ausschließlich die Berichtssaison im Fokus.

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Die US-Börsen haben den Mittwochshandel mit Verlusten beendet.

Der Dow Jones Industrial baute seine Verluste im Handelsverlauf deutlicher aus und schloss 2,18 Prozent tiefer bei 51.594,86 Punkten.
Der technologielastige NASDAQ Composite sackte ebenfalls ab: Am Ende stand ein Minus von 1,74 Prozent, das Börsenbarometer schloss bei 24.442.94 Zählern.

Die Märkte wurden durch einen Medienbericht über Drohgebärden von US-Präsident Donald Trump aufgeschreckt. Demnach kündigte Trump laut "Fox News" weitere Angriffe gegen den Iran an - als Reaktion auf dessen Attacke auf US-Streitkräfte in Jordanien.

Im Mittelpunkt des heutigen Handelstages stand die abendliche Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed. Wie erwartet worden war, haben die Währungshüter die Zinspause verlängert. Nach US-Börsenschluss veröffentlichen mit Microsoft und Meta nach Börsenschluss zwei weitere Unternehmen aus dem Kreis der "Glorreichen Sieben" ihre Quartalszahlen.

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Die Börsen in Fernost weisen am Mittwoch unterschiedliche Vorzeichen aus.

Der Nikkei 225 schoss mit einem Verlust von 1,49 Prozent bei 61.434,19 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite letztlich um 0,40 Prozent auf 3.828,47 Zähler.

In Hongkong legte der Hang Seng um 1,96 Prozent auf 25.807,92 Einheiten zu.

Während sich an den asiatischen Aktienbörsen am Mittwoch meist schwächere Trends durchsetzten, blieb es beim Ausverkauf im Halbleitersektor wie schon am Vortag. Der südkoreanische KOSPI brach erneut ein, Händler sprechen von panikartigen Verkäufen im Halbleitersektor. Wie schon am Vortag wächst die Skepsis, ob die enormen KI-Investitionen tatsächlich ausreichende Renditen erwirtschaften werden. Belastet wurden die Börsen zudem von steigenden Ölpreisen, nachdem im Nahen Osten erneut Kämpfe und wechselseitige Attacken ausgebrochen sind. Der Iran hatte einen überraschenden Angriff mit ballistischen Raketen auf US-Streitkräfte in der Region gestartet - die USA schlugen zurück.

Die Verunsicherung am Markt wurde durch die am Abend anstehende Leitzinsentscheidung in den USA verschärft. Zwar dürfte die US-Notenbank das Zinsniveau bestätigen. Doch warnte CBA-Analystin Carol Kong: "Es gibt eine geringe Chance, dass die Mehrheit (des Offenmarktausschusses) für eine Anhebung der Zinsen stimmt." Falkenhafte Kommentare von der Fed nach der geldpolitischen Sitzung seien wahrscheinlich. Höhere Zinsen wären auch für den Technologiesektor mit seinen hohen Kosten ein zusätzliches Problem.

Beim Chipriesen SK Hynix hat selbst ein Gewinnanstieg um das 13-fache im zweiten Quartal Anleger nicht zufrieden gestellt. Sowohl Umsatz als auch Betriebsgewinn lagen jedoch unter den Konsensprognosen.

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