Trump setzt auf Verhandlungen mit Iran: DAX schließt erstmals über 26.000 Punkten -- US-Börsen legen letztlich zu -- Amazon, Boeing, Gold, Commerzbank, Alibaba, Micron, Telekom, Ölaktien im Fokus


Fresenius Medical Care übertrifft in Q2 die Erwartungen. Amazons Börsenwert knackt 3-Billionen-Dollar-Marke. Kurswechsel der Commerzbank im Machtkampf mit UniCredit. Milliardenschwerer Anleihe-Deal soll GameStops Schuldenberg abbauen. HENSOLDT mit Auftragsboom. AstraZeneca vor Milliarden-Fusion in den USA? Novo Nordisk und Eli Lilly: Diskussion um Kostenübernahme für Abnehmspritzen.


Der deutschen Aktienmarkt begab sich zum Wochenbeginn auf Rekordfahrt.

Der DAX hatte bereits mit einem klaren Plus eröffnet und vergrößerte dieses anschließend noch deutlich. Dabei konnte er ein neues Allzeithoch erreichen, das nun bei 26.096,93 Zählern liegt. Letztlich beendete der deutsche Leitindex die Sitzung 1,45 Prozent stärker bei 26.001,31 Punkten - mit einem neuen Schlussrekord.
Auch der TecDAX kletterte nach einem sehr freundlichen Start im Anschluss noch deutlicher nach oben. Am Abend schloss er 3,3 Prozent höher bei 3.952 Punkten.

Deutlich gesunkene Ölpreise sorgten am Aktienmarkt für eine freundliche Stimmung und haben dem DAX am Montag zu einem neuen Rekordhoch verholfen.

Nachdem die militärische Eskalation zwischen den USA und dem Iran den Ölpreis der Sorte Brent zeitweise über die Marke von 100 US-Dollar getrieben und den DAX Mitte Juli bis auf rund 24.650 Punkte gedrückt hatte, war nun eine spürbare Erleichterung zu beobachten. Da US-Präsident Donald Trump am Wochenende neue Verhandlungen ansetzte und einen geplanten Großangriff absagte, gaben die Notierungen am Rohstoffmarkt kräftig nach. Dies dämpft die jüngsten Inflations-- und Zinssorgen der Anleger erheblich.

Bereits Ende der Vorwoche hatten überwiegend solide Bilanzen im Rahmen der Berichtssaison sowie eine Erholung im globalen Tech-Sektor den deutschen Leitindex bis knapp an seine bisherige Bestmarke herangeführt.

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Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich von ihrer freundlichen Seite.

Der EURO STOXX 50 machte nach einem stabilen Handelsbeginn kräftige Gewinne. Letztlich ging er mit einem Zuwachs um 1,08 Prozent bei 6.426,50 Punkten in den Feierabend.

Hauptauslöser war ein spürbarer Rhetorikwechsel von US-Präsident Trump, der einen mutmaßlich geplanten Militärschlag gegen den Iran abgesagt hat. Infolgedessen brachen die Ölpreis deutlich ein.

Trumps Äußerungen fielen im Vergleich zu früheren Statements ungewöhnlich zurückhaltend aus; er sprach davon, dass die "Rahmenbedingungen für einen Deal" stünden. Vali Nasr, Iran-Experte an der Johns Hopkins University, bewertet dies als Versuch, einen diplomatischen Ausweg zu finden, um eine militärische Eskalation abzuwenden. Allerdings bleibe unklar, wie ein definitiver Erfolg auf diplomatischem oder militärischem Wege konkret aussehen könne.

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An den US-Börsen griffen die Anleger am Montag beherzt zu.

Der Dow Jones Industrial eröffnete bereits mit Gewinnen und baute diese im Anschluss deutlich aus. Er beendete die Sitzung 1,32 Prozent höher bei 53.178,41 Punkten.
Auch der technologielastige NASDAQ Composite legte deutlich zu. Er verabschiedete sich 2,13 Prozent stärker bei 25.913,90 Zählern in den Feierabend.

Neue Hoffnung auf ein Ende des Nahostkonflikts ließ die US-Börsen freundlich in die neue Woche starten. Der Ölpreis fiel kräftig, nachdem US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben weitere geplante Angriffe auf iranische Ziele abgesagt hat. Stattdessen sollten am Montag Friedensverhandlungen wiederaufgenommen werden, so Trump. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums widersprach allerdings: Teheran verhandele derzeit nicht mit den USA.

Unterstützung für den Aktienmarkt kam auch von fallenden Marktzinsen. Am Anleihemarkt fiel die Rendite zehnjähriger US-Anleihen.

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An den Börsen in Fernost ging es am Montag in unterschiedliche Richtungen.

Der Nikkei 225 sank letztlich um 0,94 Prozent auf 63.754,90 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite 0,59 Prozent auf 3.809,66 Zähler.

In Hongkong stieg der Hang Seng schließlich um 0,48 Prozent auf 26.009,40 Einheiten an.

Die asiatischen Aktienmärkte sind uneins in die Handelswoche gestartet. Während sich die Abschläge an den meisten Handelsplätzen im Rahmen hielten, verzeichnete die Börse in Südkorea deutlich kräftigere Einbußen.

Mit leichten Abgaben haben sich die asiatischen Aktienmärkte mehrheitlich zu Wochenbeginn gezeigt. Dagegen ging es an der Börse in Südkorea deutlicher nach unten. Hier kam es nach der Hausse am Freitag, die den KOSPI um 18 Prozent nach oben getrieben hatte, zu einer Korrektur. Der Index reduzierte sich um 5,1 Prozent, womit die Volatilität weiterhin hoch blieb. Zum Wochenausklang hatte der Kospi den höchsten Tagessprung seit Oktober 2008 verbucht.

Die Unsicherheit bezüglich des Iran-Konflikts besteht fort. Zwar kündigte US-Präsident Donald Trump für Montag die Wiederaufnahme von Verhandlungen mit Teheran an, direkte Auswirkungen zeigte dies vorerst jedoch nur am Rohstoffmarkt: Der Preis für ein Barrel Brent-Öl sackte ab, was am Markt erneute Hoffnungen auf eine diplomatische Entschärfung des Iran-Kriegs schürte.

Auf Datenseite verlangsamte sich das Wachstum im chinesischen verarbeitenden Gewerbe im Juli laut einem privaten Einkaufsmanagerindex von RatingDog auf 50,9 Punkte (Juni: 51,7). Trotz des Rückgangs verbleibt der Indikator über der konjunkturellen Wachstumsschwelle von 50 Zählern und fiel damit robuster aus als der offizielle staatliche Einkaufsmanagerindex, der zuletzt mit 49,2 Punkten eine Kontraktion signalisierte.

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